Archiv

Helmut Baehr feiert 80. Geburtstag

Der Essener Architekt Helmut Baehr feiert am 12. August seinen 80. Geburtstag. Dipl.-Ing. Helmut Baehr engagierte sich viele Jahrzehnte für die Belange seiner Berufskolleginnen und -kollegen. 1972 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der „Vereinigung Angestellter Architekten VAA“.

In den Gremien der Architektenkammer NRW war der Architekt vierzig Jahre lang ehrenamtlich aktiv. Dem Architektenparlament, der „Vertreterversammlung“ der AKNW, gehörte Helmut Baehr von 1976 bis 2016 an. Zudem war er von 1981 bis 1984 Mitglied im Vorstand der Kammer.

Seine Erfahrung auf dem Gebiet des Architektenwettbewerbs brachte der Essener Architekt 14 Jahre lang als stellvertretender Vorsitzender in den Wettbewerbsausschuss der AKNW ein. Daneben war er viele Jahre als Wettbewerbsberater im Regierungsbezirk Düsseldorf tätig. Von 2006 bis 2011 war Baehr Mitglied des Aufsichtsausschusses des Versorgungswerkes.

Helmut Baehr startete seine berufliche Laufbahn nach dem Studium an der RWTH Aachen bei EMW+P in Düsseldorf. Hier war er fast zwanzig Jahre Projektleiter und betreute Großprojekte wie beispielsweise das Wohn- und Einkaufszentrum an der Ruhr-Universität Bochum, das Kirchenforum in Bochum-Querenburg und das Auditorium Maximum im Klinikum Essen. Im Büro Ric Stiens und Heinz Nattler in Essen leitete er von 1983 bis 1993 die Planungsabteilung. Von 1993 bis 2003 war Architekt Baehr als Mitglied der Geschäftsleitung der Nattler GmbH tätig. Schwerpunkte seines Wirkens lagen beim Bau kultureller, sozialer und kirchlicher Einrichtungen sowie bei Büro-, Gewerbe- und Geschäftsgebäuden. – Die Architektenkammer NRW und die Vereinigung Angestellter Architekten, VAA, gratuliert Helmut Baehr herzlich zum runden Geburtstag

weiterlesen

Ein Besuch auf der ISH in Frankfurt

Was, fragen sich Einige, macht ein Berufsverband auf einer internationalen Sanitär- und Heizungsmesse, einer Weltleitmesse der Gebäudetechnik, die neben Frankfurt am Main mit rd. 2.500 Ausstellern und 40 % Besuchern aus dem Ausland, auch in China und Indien stattfindet. Bekannt war die Messe, jedoch besucht hatten Sie bisher in den letzten Jahren nur Wenige.

Nach Abfrage zwecks evtl. Teilnahme bei unseren Mitgliedern war das Interesse überraschend gross. So wurde ein gemeinsamer Treff auf der Messe vereinbart.
Das Interesse in unserer Gruppe war überwiegend im Bereich der barrierefreien und behindertengerechten Ausstattungen und deren erforderlichen Technik gefragt. Festgestellt wurde, das die Technik bzw. Konstruktionen weitestgehend innovativ ausgereizt und Neuerungen vornehmlich im Designbereich zu finden sind. Waschbecken eingearbeitet in satinierten Glaselementen, puristisches Wannendesign, WC-Betätigungsplatten in Soft-Optik, Wellness-Dusche natürlichen Regengüssen nachempfunden, Dusch-WC als Lifestyle-Produkt sowie Armaturen als Skulptur in Form eines Schwanes. Die Darstellung der Produkte wurde nicht nur im Modell sondern auch in Filmanimationen auf Grossbildleinwänden präsentiert. Der grösste asiatische Hersteller, seit wenigen Jahren mit Niederlassung in Deutschland, hatte seinen Messestand dem Dschungel nachempfunden, selbstverständlich mit Untermalung entsprechender exotischer Vogellaute. Ein bedeutendes deutsches Unternehmen war komplett im Abenddunkel gehüllt. Technisch interessant und praktikabel waren, komplett auf einer per Fernbedienung elektrisch höhenverstellbaren Trägerplatte montiertes WC und Waschtisches sowie Spiegelelemente. Die Anwendung kann sowohl in Mehrgenerationenhäusern als auch in Kliniken und Pflegeheimen sinnvoll sein. Ein mit neuartiger Wassertechnik entwickeltes WC kann zudem Daten des menschlichen Urins, Blutdrucks, Gewichts und der Körpertemperatur anzeigen, mit Hilfe eines Computers speichern und anschliessend dem Arzt der persönlichen Wahl drahtlos übermittelt werden. Auffallend war, dass zwischenzeitlich vermehrt Sanitärhersteller Komplettlösungen, wie z.B. Waschtisch und Schrankelement als Einheit anbieten. Auch sichtbare Materialkombinationen von Kunststoff mit Edelstahl wurden präsentiert. Fast unüberschaubar war ein riesiges Angebot von Duschtrennwänden in Glas. Hier sind offensichtlich Hersteller, welche noch vor wenigen Jahren ausschliesslich auf artfremde Produkte fixiert waren, einem lukrativen Markttrend gefolgt.

Im Rahmen einer Diskussions-Talk-Runde, die selbstverständlich auch mit namhaften Architekten besetzt war, wurde das Thema „Individualisierung ein Megatrend“ auch für das Hotel(bad) aufgerufen. Im Laufe der Diskussion sagte eine Zukunftsforscherin voraus, dass überdimensionale Tische in Frühstücksräumen  angesagt sind. Somit sollen möglichst viele Menschen unterschiedlichster Herkunft und Charaktere gemeinsame Gespräche und Diskussionen aller Art führen. Wir haben uns jedoch gefragt, wollen diesen Trend denn Alle mitmachen?

Die Sonderschau Innovationspreis „Architektur und Technik“ wurde von den VAA-Mitgliedern ebenfalls besucht. Die Ausstellung konzentrierte sich auf den Bereich Sanitär- und Heizungstechnik. Bemerkenswert waren in einem Schrank verborgene multifunktionale Handtuchwärmer sowie ein kombinierter Heizungs- und Kochherd, als Brennstoff dienten ausschliesslich Holzpellets. Aufgrund des begrenzten Zeitrahmens konnten nur einige aus der Vielzahl von Ausstellungshallen besucht werden. Auffallend war die gering gefühlte Anwesenheit unserer Architekten Kolleginnen und Kollegen.

Nach einem äusserst interessanten Messebesuch konnten wir in entspannter Atmosphäre den Abend in einer.typischen Apfelwein-Gaststätte, O-Ton „Ebbelwoi oder auch Äppelwoi“, in Frankfurt-Sachsenhausen ausklingen lassen.                                                                     

Klaus Brüggenolte / VAA.

weiterlesen

VAA-on-Tour - "mehr Mies" in Krefeld

VAA-on-Tour "mehr Mies" in Krefeld

Im Rahmen unserer regelmäßigen Touren zu architektonischen interessanten Projekten, gepaart mit qualifizierter fachlicher Führung, kam unserem Arbeitskreis die Idee, einmal etwas in Krefeld zu planen.

Das Villenensemble Haus Lange und Haus Esters zählt zu den architektonischen Glanzlichtern des Neuen Bauens in Deutschland und vermittelt noch heute auf beeindruckende Weise den Bauhaus-Gedanken, der die Einheit von Raum und Subjekt ebenso wie das Zusammenwirken von Geist und Handwerk vorsah. Wie bekannt, rückt das 100-jährige Jubiläum des Bauhauses immer näher, so dass wir diesen Besuch als idealen Einstieg in sicher noch folgende Veranstaltungen ansehen.

Über den Architekten Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) brauchen wir an dieser Stelle nicht viele Worte verlieren. Einiges mehr als unser Standardwissen über ihn wird uns ganz sicher bei der anstehenden Führung vermittelt werden. Ebenso warum gerade, die nicht gerade für Architektur stehende 225.000 Einwohner zählende Stadt am Niederrhein, diese beiden Projekte des bedeutenden Kollegen beherbergt.

Wir haben am Samstag, 09. Sep 2017, im Rahmen der "mehr Mies"-Krefelder Architekturtage eine fachliche Führung in den beiden Häusern von 15:00 bis 16:30 Uhr gebucht. Nach individueller näherer Betrachtung der Bauten ist ab 18:00 Uhr ein Vortrag „Architektur pur: Mies van de Rohe und de Style“ im Programm integriert.

Danach gibt es die Möglichkeit, dass die Teilnehmer sich untereinander in lockerer Runde austauschen - dies gilt selbstverständlich nicht nur für unsere Mitglieder, sondern auch für interessierte Gäste. Fußläufig ist von dort aus, das Stadtwaldhaus mit Blick auf den See erreichbar. Dort kann man den Tag nach eigenem Belieben ausklingen lassen.

Für die beschriebene Führung, individuelle Besichtigung und den Vortrag erbitten wir eine Kostenerstattung von 10 € für Mitglieder bzw. 15 € für Gäste. Eine verbindliche formlose Anmeldung per eMail sollte möglichst umgehend unter info@vaa-nrw.de erfolgen, danach erhalten Sie eine Kontakt-Mobilnummer. Die Gebühr sollte unbürokratisch an jenem Tage vor Ort in bar gegen Quittung für Ihr Finanzamt gezahlt werden. Wir freuen uns bereits jetzt auf neue Kontakte mit angestellten KollegInnen oder auch Studierenden.

Text Dr. Jürgen Held/VAA
Foto Volker Döhne

 

weiterlesen

Öffentlichkeitsarbeit der VAA

Museum Marta in Herford

Das Treffen der Mitglieder der VAA im „Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit“ in diesem Frühling im Hause Held in Dorsten stand unter dem Motto: „Kommunikation und Erreichbarkeit“. Hier sollte die Diskussion fortgesetzt werden, die in der Mitgliederversammlung 2016 im Museum Marta in Herford angestoßen worden war.

Die Ausgaben des DAB-NRW mit ihren Verbandsnachrichten wurden diskutiert, ob und in welchem Maße fachliche Beiträge im Alltagsgeschäft der angestellten Architekten relevant sind, d. h. den Architekten erreichen, oder ob andere Wege (auch zusätzlich) beschritten werden sollten. Schnell wurde deutlich, dass gerade die junge Generation der Smartphone-Nutzer durch eine Vielzahl von Angeboten sozialer Netzwerke „verwöhnt“ werden und deshalb für das Lesen von Printmedien im Büroalltag kaum Zeit bleibt. Dies wird gelegentlich verstärkt durch die allgemeine Reduzierung des Personals und von Zeitschriftenumläufen in den Ämtern. Hier wird unseres Erachtens eindeutig am falschen Ende gespart.

Hier schloss sich die Frage an, welche Relevanz in diesem Zusammenhang Foren haben können, welcher Aufwand betrieben werden müsste, um sie attraktiv zu halten, und wie Mitglieder zu einem aktiven Meinungsaustausch bewegt werden können. Umfangreiche Angebote der Architektenkammer sowie der Verbände und eine Vielzahl anderer bauplanungsbezogener Plattformen stehen im Netz. Hier sehen unsere Mitglieder jedoch einerseits die Unübersichtlichkeit und teilweise eine Parallelität der Angebote sowie andererseits die Problematik der fehlenden inhaltlichen Tiefe und des „Bündelns“ von Informationen jeweils in Bezug auf die Tätigkeitsarten, die eigenen beruflichen Belange und Zukunftsperspektiven.

Die Verbesserung des Informationsflusses wurde seitens der Mitglieder – insbesondere derer, die nicht in die Vertreterversammlung gewählt worden waren – thematisiert. Es wurde gewünscht, aus dem Vorstand der AKNW und den Ausschüssen mehr Informationen zu aktuellen Themen zu erhalten. Hier geben unsere Ausschussmitglieder zwar jeweils einen Überblick im Rahmen der Mitgliederversammlungen und Kollegengruppensitzungen, dennoch könnte man sich hier eine Verbesserung des Angebotes der AKNW dergestalt vorstellen, dass über eine Dokumentenplattform zum Beispiel Tagesordnungen und Protokolle eingesehen werden können.

Gerne greifen wir auch zusätzlich spezielle Fragen auf, die Sie uns nennen. Das Format „VAA on Tour“ werde wertgeschätzt, so das Ergebnis einer Mitgliederumfrage, als Mitgliedertreffen in Verbindung mit Objektbesichtigungen, gerade mit regionaler Ausrichtung. In der Regel sind diese Treffen auch für Kolleginnen und Kollegen anderer Verbände oder Nichtorganisierte interessant und immer für den fachlichen Austausch gut. Es wurden verschiedene Ziele vorgestellt. Selbstredend freuen wir uns am Rande auch über die Aufnahme neuer Kolleginnen und Kollegen.

Fortbildungsseminare der VAA hält der Arbeitskreis für sinnvoll, um inhaltlich Lücken im Angebot für Angestellte zu schließen und auch Nichtmitgliedern die Bedeutung der Verbandsarbeit nahezubringen.

Da das Seminar „Burnout“ vor knapp drei Jahren guten Zuspruch erhielt, wurde vorgeschlagen, eine ähnliche Veranstaltung in diesem Herbst wieder in Dorsten, jedoch im historischen Rathaus durchzuführen.

Text u. Foto Eric Wollesen/VAA

weiterlesen

VAA auf der BAU 2017

Die BAU in München, Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, mehr als 2000 Aussteller aus über 40 Ländern, präsentiert in 17 Hallen mit 183.000 qm. Übrigens, zwei weitere Hallen befinden sich derzeit im Bau.

Eine Gruppe interessierter VAA Mitglieder traf sich im Januar diesen Jahres auf der BAU, um sich über den aktuellen Stand von Bauprodukten und Bautechniken zu informieren.

Unsere Mitglieder haben je nach ihren fachlichen Schwerpunkten und Interessenlage die Fachaussteller besucht und sich dort eingehend beraten lassen. Nicht alles Neue war auf Anhieb überzeugend oder nachhaltig, folglich wurde manches kritisch hinterfragt.

Äußerst interessant waren die Sonderschauen wie z.B. der DGNB zum Thema „Energieeffizienz und Produkteffektivität“. Hier wurde gezeigt, wie relevante Kennwerte optimiert und transparent vermittelt werden können. Das Fraunhofer StadtLabor präsentierte mit Hilfe von 15 Fraunhofer Instituten den aktuellen Stand der Arbeit in Bezug auf die „Zukunft unserer Städte“. Die „Wohnungswirtschaft im Wandel des generationsgerechten Bauens“ wurde von der Deutschen Gesellschaft für Gerontotechnik präsentiert. Ein weiteres Thema betraf die anwendungsorientierte Bauqualität für „Wohnen, Schule und Verwaltungsgebäude“ von der ift Rosenheim (Institut für Fenstertechnik e.V.).

Im internationalen Congresscenter wurde ein qualifiziertes Rahmenprogramm mit den Leitthemen „Intelligente Fassade“, „Digitales Bauen, Bauen und Betreiben, Vernetzte Gebäude“ sowie „Bauen und Wohnen 2020“ geboten. Einige VAA Mitglieder nahmen mit besonderem Interesse an diesen Veranstaltungen teil.

Diesen spannenden Tag der Messe schloss die VAA-Gruppe mit einem regen fachlichen Austausch und einer lebhaften Diskussion zu der durchaus beindruckenden Informationsvielfalt ab.

Wir waren uns einig, dass der Besuch der Messe, der Sonderschauen sowie der Foren sich mehr als gelohnt hat und das Ergebnis für uns angestellte und beamtete Architekten äußerst positiv zu bewerten ist.

Der Besuch einer derartigen Messe in dieser Form ist seitens der VAA erstmalig erfolgt. Aufgrund des Erfolges soll dies bei der nächsten BAU im Jahr 2019 wiederholt werden.   

Klaus Brüggenolte
(Vorstands Vorsitzender)

weiterlesen

VAA on Tour: Duisburg, Lehmbruck und der Innenhafen

Die VAA im Lehmbruck Museum in Duisburg


Duisburg, Lehmbruck und der Innenhafen

Im Herbst 2016 haben Mitglieder und Freunde der VAA das  architektonisch und künstlerisch reizvolle Lehmbruck-Museum in Duisburg und den Innenhafen, der in der Vergangenheit zu einem attraktiven Stadtquartier am

Wasser umgestaltet wurde, besucht. Das Lehmbruck-Museum ist ein Ort mit internationaler Skulpturen- und Objektkunst aller Stilrichtungen, Malerei, Grafik, Fotografie und der Sammlung des Künstlers Wilhelm Lehmbruck (1881-1919).

Links des Eingangs im „Lehmbruck-Trakt“ sind großartige Skulpturen wie „Die Stehende“ oder „Die Knieende“ und zahlreiche Exponate der Gemäldesammlung ausgestellt. Das Besondere hier: der Baukörper wurde um die einzelnen Kunstwerke herum geplant, jeder Skulptur so viel Raum und Licht eingeräumt, wie sie benötigte, wodurch ein Gesamtkunstwerk entstand, das Architektur und Kunst vollendet zusammenfügt und den Besucher rasch für sich einnimmt. In einer klaren, überzeugenden Architektursprache umschließt hier eine Stahlbetonkonstruktion ein streng quadratisches Atrium, das sich tief in den Boden gräbt, großzügig gestaltete, seitliche Treppenläufe und Emporen freigibt, im Innern weite Blickbeziehungen zulässt. Wandhohe Fenster öffnen sich nach Außen, schmale Fensterbänder im Sockel- und Oberlichtbereich lassen den Baukörper schweben, wodurch  eine einzigartige Atmosphäre entsteht.

Rechts liegt die „Große Glashalle“ in einer länglich angeordneten Stahl-Skelettbauweise mit fließenden Räumlichkeiten auf verschiedenen Ebenen für Wechselausstellungen und Sammlungen. Im Außenbereich öffnet sich der Skulpturenhof als ein weiteres  Element des Museums zum Kant-Park hin.
Das denkmalgeschützte Museumsensemble, entworfen vom Sohn des Künstlers, Manfred Lehmbruck, war 1964 im Kant-Park, einer alten, innerstädtischen Grünanlage errichtet worden, um die Kunst den Menschen näher zu bringen. Im Jahr 1987 kam es zu einem Anbau für weitere Sammlungen. Der etwas in die Jahre gekommene Kant-Park soll 2017 zeitgemäß umgestaltet und aufgewertet werden, auch um ihn wieder einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Nach unserem Museumsbesuch geht es vorbei an historischem Rathaus, Mercator-Brunnen, Salvatorkirche und Stadtmauer Richtung Innenhafen, der in den letzten Jahrzehnten eine beeindruckende Metamorphose erlebt hat.
Auf der Grundlage des Masterplans von Sir Norman Foster als Ergebnis eines internationalen Wettbewerbs im Rahmen der IBA 1994 wurde aus dem ehemaligen Hafen- und Industrieareal in beispielhafter Weise ein beliebtes Stadtviertel mit einem Mix aus Wohnen, Arbeiten, Kultur, Freizeit und Gastronomie. Erhalt und Umnutzung alter Getreidespeicher in Kombination mit moderner, Wohn- und Gewerbearchitektur an einer attraktiven Hafenpromenade beschert der Stadt Duisburg ein Quartier mit besonderem Charme und außergewöhnlichem Ambiente.
Die Geschichte des Ruhrgebietes bietet immer wieder eine große Kulisse für spannende, innovative Zukunftsprojekte. Ein gelungener Nachmittag in einer Stadt mit viel Potential - und schönem Ausklang in der Hafengastronomie.
G.B. /VAA   Foto Franz Ahler

weiterlesen

Mitgliederversammlung 2017

MGV 2017 in Bochum

Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder,

unsere Einladung zur diesjährigen Mitgliederversammlung am Samstag, den 25. März 2017 im Pumpenhaus an der Jahrhunderthalle in Bochum stieß wieder auf ein reges Interesse.

Nach der Durchführung der Regularien am Vormittag führte uns Herr Benjamin Brunsmann in der Mittagspause über das Gelände der Jahrhunderthalle und ließ uns sogar einen Blick in den "Untergrund" des Areals werfen.
Die Teilnehmer lauschten seinen Ausführungen und erfuhren, wie es früher so war, als das Ruhrgebiet seinem Namen alle Ehre machte und man morgens erst einmal den Staub von der Autoscheibe wischen musste. Eigentlich war geplant, dass die 1902 vom Bochumer Verein für die Düsseldorfer Industrie- und Gewerbeausstellung erstellte Jahrhunderthalle eine transportable Einrichtung sein sollte. Dies wurde aber nicht umgesetzt. 
Die Halle  wurde mehrfach erweitert und umfasst heute eine Fläche von 8.900 m2. Sie wurde 2003 von den Architekten Karl-Heinz Petzinka und Partner "revitalisiert" und mit einem modernen Vorbau versehen. Heute steht sie unter Denkmalschutz.

weiterlesen

Klaus Brüggenolte wird 65

Klaus Brüggenolte wird 65

Am 19. April 2017 feiert unser Vorsitzender, Klaus Brüggenolte, seinen 65. Geburtstag. Der Vorstand und die Mitglieder der VAA gratulieren ihm hierzu ganz herzlich und wünschen noch viele schöne Jahre bei bester Gesundheit.

Frohe Ostern

Frohe Ostern wünscht der Vorstand der VAA

Frohe Ostern und schöne Feiertage wünscht der Vorstand der VAA seinen Mitgliederinnen und Mitgliedern sowie allen Gästen.

Auch Schinkels Bauakademie soll wiedererstehen

Musterfassade Bauakadmie Berlin

Nach einem Artikel in der Rheinischen Post vom 24.11.2016 hat der Deutsche Bundestag nun 62 Millionen Euro für die Rekonstruktion von Schinkels Bauakademie in Berlins Mitte bewilligt.

Das Gebäude der Bauakademie am Werderschen Markt in Berlin, wurde 1964, trotz weltweiter Proteste, von den Machthabern in der DDR abgerissen um Platz zu schaffen für den Neubau des Außenministeriums der DDR. Dieser Gebäuderiegel sollte wohl auch ideologisch und politisch eine städtebauliche Abgrenzung nach Westen für den neu geschaffenen 'sozialistischen Aufmarschplatz' auf dem frei geräumten Schlossareal bewirken! Der 'Riegel' erstreckte sich parallel zum Kupfergraben von der Werderstraße bis zur Straße Unter den Linden.

Nach der Wiedervereinigung wurde das Gebäude des Außenministeriums der DDR 1995 abgerissen. Das Grundstück der Bauakademie war damit wieder frei. Die bereits 1991 begonnenen Überlegungen zur Wiedererrichtung der Bauakademie mit der rekonstruierten Architektur von Karl Friedrich Schinkel konnten nun konkret umgesetzt werden. Zur Werbung für dieses Vorhaben, und zwar am rekonstruierten 'Original 1:1', wurde von unserem VAA Kollegen Horst Draheim, das Projekt zur Errichtung einer Musterfassade auf den historischen Fundamenten der Nord-Ost-Gebäudeecke entwickelt. Es waren die Fensterachsen 8 Ost und 1 Nord mit der ehemaligen Gebäudehöhe von rund 22 m. Die zunächst vom Förderverein Bauakademie e.V. geplante Errichtung der Musterfassade konnte nicht verwirklicht werden.

Am 1. Juni 1996 wurde die Baugenehmigung vom Bezirksamt Mitte von Berlin erteilt. Die bereits in der Planungsphase eingeleitete Suche nach Investoren kam nun in eine entscheidende Phase. Schließlich gründeten am 9.November 1998 der Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg e.V. die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V., die Industriegewerkschaft BAU Bauen - Agrar - Umwelt, Landesverband Berlin-Brandenburg und der Projektentwickler und Architekt der Musterfassade, Dipl.-Ing. Horst Draheim VAA, den Bildungsverein Bautechnik e.V. als künftigen Bauherren. Mit den beteiligten Ausbildungswerken der beiden Bauverbände und mit qualifizierten Fachleuten für die Ausführungsplanung und die Rekonstruktion der Fassadenelemente konnten die Voraussetzungen für die Erstellung der Musterfassade geschaffen werden. Eine Expertenkommission überwachte den Planungsprozess und die Baudurchführung.

Am 1.September 1999 legte der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen den Grundstein. Nach 2-jähriger Bauzeit konnte die Musterfassade am 16.September 2001 vom Bildungsverein Bautechnik an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit übergeben werden. Die Musterfassade, mit ihrer an dem Original orientierten Rekonstruktion der Architektur und Bauplastik, soll werben für eine sachbezogene Diskussion zum Wiederaufbau des Gebäudes. Die hohe handwerkliche und künstlerische Qualität der Musterfassade trägt darüber hinaus auch zur Versachlichung der Diskussionen über Rekonstruktionen untergegangener Baudenkmäler bei. Die Musterfassade ist so angelegt, dass sie in einen künftigen Neubau eingefügt werden kann.

Den Artuikel in der Rheinischen Post finden Sie unter dem Link: http://www.rp-online.de/kultur/auch-schinkels-bauakademie-soll-wiederers...

weiterlesen

Seiten