Archiv

VAA on Tour: Duisburg, Lehmbruck und der Innenhafen

Die VAA im Lehmbruck Museum in Duisburg


Duisburg, Lehmbruck und der Innenhafen

Im Herbst 2016 haben Mitglieder und Freunde der VAA das  architektonisch und künstlerisch reizvolle Lehmbruck-Museum in Duisburg und den Innenhafen, der in der Vergangenheit zu einem attraktiven Stadtquartier am

Wasser umgestaltet wurde, besucht. Das Lehmbruck-Museum ist ein Ort mit internationaler Skulpturen- und Objektkunst aller Stilrichtungen, Malerei, Grafik, Fotografie und der Sammlung des Künstlers Wilhelm Lehmbruck (1881-1919).

Links des Eingangs im „Lehmbruck-Trakt“ sind großartige Skulpturen wie „Die Stehende“ oder „Die Knieende“ und zahlreiche Exponate der Gemäldesammlung ausgestellt. Das Besondere hier: der Baukörper wurde um die einzelnen Kunstwerke herum geplant, jeder Skulptur so viel Raum und Licht eingeräumt, wie sie benötigte, wodurch ein Gesamtkunstwerk entstand, das Architektur und Kunst vollendet zusammenfügt und den Besucher rasch für sich einnimmt. In einer klaren, überzeugenden Architektursprache umschließt hier eine Stahlbetonkonstruktion ein streng quadratisches Atrium, das sich tief in den Boden gräbt, großzügig gestaltete, seitliche Treppenläufe und Emporen freigibt, im Innern weite Blickbeziehungen zulässt. Wandhohe Fenster öffnen sich nach Außen, schmale Fensterbänder im Sockel- und Oberlichtbereich lassen den Baukörper schweben, wodurch  eine einzigartige Atmosphäre entsteht.

Rechts liegt die „Große Glashalle“ in einer länglich angeordneten Stahl-Skelettbauweise mit fließenden Räumlichkeiten auf verschiedenen Ebenen für Wechselausstellungen und Sammlungen. Im Außenbereich öffnet sich der Skulpturenhof als ein weiteres  Element des Museums zum Kant-Park hin.
Das denkmalgeschützte Museumsensemble, entworfen vom Sohn des Künstlers, Manfred Lehmbruck, war 1964 im Kant-Park, einer alten, innerstädtischen Grünanlage errichtet worden, um die Kunst den Menschen näher zu bringen. Im Jahr 1987 kam es zu einem Anbau für weitere Sammlungen. Der etwas in die Jahre gekommene Kant-Park soll 2017 zeitgemäß umgestaltet und aufgewertet werden, auch um ihn wieder einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Nach unserem Museumsbesuch geht es vorbei an historischem Rathaus, Mercator-Brunnen, Salvatorkirche und Stadtmauer Richtung Innenhafen, der in den letzten Jahrzehnten eine beeindruckende Metamorphose erlebt hat.
Auf der Grundlage des Masterplans von Sir Norman Foster als Ergebnis eines internationalen Wettbewerbs im Rahmen der IBA 1994 wurde aus dem ehemaligen Hafen- und Industrieareal in beispielhafter Weise ein beliebtes Stadtviertel mit einem Mix aus Wohnen, Arbeiten, Kultur, Freizeit und Gastronomie. Erhalt und Umnutzung alter Getreidespeicher in Kombination mit moderner, Wohn- und Gewerbearchitektur an einer attraktiven Hafenpromenade beschert der Stadt Duisburg ein Quartier mit besonderem Charme und außergewöhnlichem Ambiente.
Die Geschichte des Ruhrgebietes bietet immer wieder eine große Kulisse für spannende, innovative Zukunftsprojekte. Ein gelungener Nachmittag in einer Stadt mit viel Potential - und schönem Ausklang in der Hafengastronomie.
G.B. /VAA   Foto Franz Ahler

weiterlesen

Klaus Brüggenolte wird 65

Klaus Brüggenolte wird 65

Am 19. April 2017 feiert unser Vorsitzender, Klaus Brüggenolte, seinen 65. Geburtstag. Der Vorstand und die Mitglieder der VAA gratulieren ihm hierzu ganz herzlich und wünschen noch viele schöne Jahre bei bester Gesundheit.

Mitgliederversammlung 2017

MGV 2017 in Bochum

Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder,

unsere Einladung zur diesjährigen Mitgliederversammlung am Samstag, den 25. März 2017 im Pumpenhaus an der Jahrhunderthalle in Bochum stieß wieder auf ein reges Interesse.

Nach der Durchführung der Regularien am Vormittag führte uns Herr Benjamin Brunsmann in der Mittagspause über das Gelände der Jahrhunderthalle und ließ uns sogar einen Blick in den "Untergrund" des Areals werfen.
Die Teilnehmer lauschten seinen Ausführungen und erfuhren, wie es früher so war, als das Ruhrgebiet seinem Namen alle Ehre machte und man morgens erst einmal den Staub von der Autoscheibe wischen musste. Eigentlich war geplant, dass die 1902 vom Bochumer Verein für die Düsseldorfer Industrie- und Gewerbeausstellung erstellte Jahrhunderthalle eine transportable Einrichtung sein sollte. Dies wurde aber nicht umgesetzt. 
Die Halle  wurde mehrfach erweitert und umfasst heute eine Fläche von 8.900 m2. Sie wurde 2003 von den Architekten Karl-Heinz Petzinka und Partner "revitalisiert" und mit einem modernen Vorbau versehen. Heute steht sie unter Denkmalschutz.

weiterlesen

Frohe Ostern

Frohe Ostern wünscht der Vorstand der VAA

Frohe Ostern und schöne Feiertage wünscht der Vorstand der VAA seinen Mitgliederinnen und Mitgliedern sowie allen Gästen.

Auch Schinkels Bauakademie soll wiedererstehen

Musterfassade Bauakadmie Berlin

Nach einem Artikel in der Rheinischen Post vom 24.11.2016 hat der Deutsche Bundestag nun 62 Millionen Euro für die Rekonstruktion von Schinkels Bauakademie in Berlins Mitte bewilligt.

Das Gebäude der Bauakademie am Werderschen Markt in Berlin, wurde 1964, trotz weltweiter Proteste, von den Machthabern in der DDR abgerissen um Platz zu schaffen für den Neubau des Außenministeriums der DDR. Dieser Gebäuderiegel sollte wohl auch ideologisch und politisch eine städtebauliche Abgrenzung nach Westen für den neu geschaffenen 'sozialistischen Aufmarschplatz' auf dem frei geräumten Schlossareal bewirken! Der 'Riegel' erstreckte sich parallel zum Kupfergraben von der Werderstraße bis zur Straße Unter den Linden.

Nach der Wiedervereinigung wurde das Gebäude des Außenministeriums der DDR 1995 abgerissen. Das Grundstück der Bauakademie war damit wieder frei. Die bereits 1991 begonnenen Überlegungen zur Wiedererrichtung der Bauakademie mit der rekonstruierten Architektur von Karl Friedrich Schinkel konnten nun konkret umgesetzt werden. Zur Werbung für dieses Vorhaben, und zwar am rekonstruierten 'Original 1:1', wurde von unserem VAA Kollegen Horst Draheim, das Projekt zur Errichtung einer Musterfassade auf den historischen Fundamenten der Nord-Ost-Gebäudeecke entwickelt. Es waren die Fensterachsen 8 Ost und 1 Nord mit der ehemaligen Gebäudehöhe von rund 22 m. Die zunächst vom Förderverein Bauakademie e.V. geplante Errichtung der Musterfassade konnte nicht verwirklicht werden.

Am 1. Juni 1996 wurde die Baugenehmigung vom Bezirksamt Mitte von Berlin erteilt. Die bereits in der Planungsphase eingeleitete Suche nach Investoren kam nun in eine entscheidende Phase. Schließlich gründeten am 9.November 1998 der Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg e.V. die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V., die Industriegewerkschaft BAU Bauen - Agrar - Umwelt, Landesverband Berlin-Brandenburg und der Projektentwickler und Architekt der Musterfassade, Dipl.-Ing. Horst Draheim VAA, den Bildungsverein Bautechnik e.V. als künftigen Bauherren. Mit den beteiligten Ausbildungswerken der beiden Bauverbände und mit qualifizierten Fachleuten für die Ausführungsplanung und die Rekonstruktion der Fassadenelemente konnten die Voraussetzungen für die Erstellung der Musterfassade geschaffen werden. Eine Expertenkommission überwachte den Planungsprozess und die Baudurchführung.

Am 1.September 1999 legte der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen den Grundstein. Nach 2-jähriger Bauzeit konnte die Musterfassade am 16.September 2001 vom Bildungsverein Bautechnik an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit übergeben werden. Die Musterfassade, mit ihrer an dem Original orientierten Rekonstruktion der Architektur und Bauplastik, soll werben für eine sachbezogene Diskussion zum Wiederaufbau des Gebäudes. Die hohe handwerkliche und künstlerische Qualität der Musterfassade trägt darüber hinaus auch zur Versachlichung der Diskussionen über Rekonstruktionen untergegangener Baudenkmäler bei. Die Musterfassade ist so angelegt, dass sie in einen künftigen Neubau eingefügt werden kann.

Den Artuikel in der Rheinischen Post finden Sie unter dem Link: http://www.rp-online.de/kultur/auch-schinkels-bauakademie-soll-wiederers...

weiterlesen

63. Vertreterversammlung der AKNW in Münster

63. Vertreterversammlung der AKNW in Münster

Das Mövenpick-Hotel in Münster war am vergangenen Wochenende wieder einmal Veranstaltungsort für die jährliche Vetreterversammlung der Architektenkammer NW, dIe mittlerweile schon zum 63. Mal tagte.

Während am Freitag die einzelnen Verbände der AKNW ihre Vorstands- sowie Kollegengruppensitzungen abhielten, kam am Samstag dann die Vertreterversammlung zusammen, um die Mitglieder über berufspolitische Themen und über Neuigkeiten zum Versorgungswerk zu informieren.

Der Termin für die nächste Vertreterversammlung wurde auch schon festgelegt. Sie findet am 13./14. Oktober 2017 in Düsseldorf statt.

D.S./VAA   Foto Dirk Schlüter

weiterlesen

"Krank gewohnt" - Wie Schadstoffe im Neubau die Gesundheit gefährden

gesunde Baustoffe ?

Das Thema ist ein Dauerbrenner, der Architekten und Bauherren schon lange bewegt. Angesichts der Vielfalt der von in- und ausländischen Herstellern angepriesenen Produkte und der Verunsicherung durch die Rechtsprechung der EU zur Normierung – dem Fortfall der „Ü“-Kennzeichnung - wird es zunehmend schwieriger, die Spreu vom Weizen zu trennen und zweifellos schadstofffreie Baustoffe zu wählen.

In diesem Zusammenhang ist uns der nachstehende Aufsatz in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unter folgendem Link aufgefallen:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien/wie-schadstoffe-im-neubau-die-gesundheit-gefaehrden-14535677.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Es lohnt sich diesen durchzulesen, denn er macht sensibel für ein äußerst brisantes Thema. Ein Neubau, richtig ausgeführt, kann gesundheitliche Verbesserungen zur Folge haben, die wir nicht für möglich gehalten hätten. Es kann jedoch auch bei schlechter Baustoffwahl und Ausführung genau das Gegenteil bewirken und Beschwerden verursachen, die wir in unserer vorherigen Wohnstätte nicht im Ansatz hatten.

Die Ausschüsse Planen und Bauen der Bundesarchitektenkammer und der Kammer Nordrhein-Westfalen haben sich vielfach mit Fragen der Normierung zugunsten schadstofffreien Bauens und des gesunden Wohnens befasst. Die Initiative eines Mitglieds - anfänglich gestützt durch den VDI - für NRW einen Sachverständigen für „gesundes Bauen“ zu etablieren, scheiterte zu Recht an der Komplexität der Materie und den hohen Anforderungen, die an Gutachter auf diesem Terrain gestellt werden müssen: hier sind vor allem Bauphysiker, Toxikologen und Chemiker gefragt.

An europäisch harmonisierte, CE-gekennzeichnete Bauprodukte dürfen nun keine zusätzlichen nationalen Anforderungen gestellt werden (Anforderungen werden zukünftig an das Gebäude gestellt). Mit der Änderung der Musterbauordnung sollen die Technischen Baubestimmungen und die BRL von einer Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (VVTB) abgelöst werden. Nach Abschluss des Notifizierungsverfahrens ist die Umsetzung der MBO und VVTB auf der Ebene der Länder Anfang 2017 zu erwarten.

Im Übergang ist einerseits auf den Inhalt der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung zu achten, die der „Ü“-Kennzeichnung zugrunde lag, andererseits auf die Leistungsbeschreibungen der Hersteller, die auf der nationalen Ebene dem Produkt mit auf den Weg gegeben werden dürfen, soweit sie denn schon vorliegen.
Diese Unsicherheit bezüglich der Leistungsversprechen seitens der Hersteller birgt ein zusätzliches Haftungsrisiko für den Architekten, das bewusst wahrgenommen werden sollte.

weiterlesen

Ausschuss der BAK Planen und Bauen

Ausschuss Planen und Bauen BAK

Der Ausschuss Planen und Bauen bei der BAK (Bundesarchitektenkammer) hat seinen neuen Vorsitzenden gewählt:
Rudolf Scherzer (BDB) ist Mitglied der Bayerischen Architektenkammer seit 2006. Er ist Vertreter der Bundesarchitektenkammer am Runden Tisch Nachhaltiges Bauen des BMVBS und Mitglied im Deutschen Institut für Normung (DIN) in Berlin.

"Scherzer Architekten Partnerschaft" ist Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen, die zur Zeit unter der Federführung des Bundesministeriums für Verkehr, Bauwesen und Stadtentwicklung das Gebäudezertifizierungssystem „Deutsches Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ entwickelt.
Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Eric Wollesen (VAA) aus NRW gewählt.
Im Ausschuss ist nun NRW mit den Herren  Müller (Vizepräsident BAK) , Hern Illgas (Landschaftsplaner), Lintz (Hauptamt AKNW) und Wollesen (Vorsitzender des Ausschusses Planen und Bauen NRW) vertreten.

Wie das Foto zeigt, herrscht im Ausschuss eine gute Atmosphäre, trotz der oftmals "trockenen" Arbeit an Normen, Gesetzes- und Verordnungstexten.

weiterlesen

Start in das Jahr 2017

Der Vorstand der VAA wünscht allen Lesern einen guten Start in das Jahr 2017. Wir sagen Dank für das in uns gesetzte Vertrauen und wollen mit Ihnen gemeinsam weiterhin optimistisch nach vorne schauen.

Die VAA hat das vergangene Jahr mit grossen Erfolgen beenden können. Erwähnenswert ist hier besonders, nach dem grandiosen Wahlerfolg Ende 2016, die Besetzung mit 32 Mitgliedern in der Vertreterversammlung, dem Nordrhein-Westfälischen Architektenparlament, sowie den entsprechenden Ausschüssen. Unser Antrag mit dem Thema einer unendgeldlichen Freistellung für angestellte Kolleginnen und Kollegen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Kammer wurde positiv bewertet und mit Mehrheit beschlossen. Bisher ist dies keine Selbstverständlichkeit. Im Gegensatz hierzu werden Mitglieder in Kommunalparlamenten gem. § 44 Gemeindeordnung für entsprechende Tätigkeiten freigestellt. Die Architektenkammer als eine Institution des öffentlichen Rechts muss unseres Erachtens nach in dieser Form den Kommunalparlamenten gleichgestellt werden. Wir danken hiermit nochmals allen, die unseren Antrag mit Ihrer Stimme unterstützt haben. Wir erwarten nun eine zügige Bearbeitung des Vorgangs.

Nach diesen Erfolgen kann auch in diesem Jahr mit einer erfolgreichen berufspolitischen Arbeit der VAA gerechnet werden.

K.B.

weiterlesen

Inselkongress 2016 auf Usedom

K. Brüggenolte, J. Düchting, D. Schlüter, E. Wollesen (v.l.)

Unser Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr in NRW Michael Groschek begrüßte bei herrlich sonnigem Ostseewetter

über 200 Teilnehmer des Architekturkongresses der AKNW 2016 auf der Insel Usedom


Foto: E.Wollesen VAA

mit einem Feuerwerk an Impulsen für den weiteren kreativen Umgang mit dem Thema des maßstäblichen und kostengünstigen Wohnungsbaus. Abgeleitet von hervorragenden Beispielen des Wohnungsbau aus Wien forderte er die Anwesenden u.a. auf, Europa als Fundus und Schatzkammer zugleich zu begreifen und neue Feiräume zu erobern für ein schnelleres und auch experimentelles Bauen, auch unter Einbeziehung neuer Mieterfreundlicher Finanzierungsmodelle.

weiterlesen

Seiten