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Kühle Köpfe auf heißer Baustelle

VAA-Mitglieder in der Baustelle der Oper Köln

Die Sommertour der Vereinigung angestellter Architekten war wieder ein Highlight, an dem viele Kolleginnen und Kollegen Interesse zeigten. Wir hatten zur Besichtigung der Baustelle der Kölner Oper geladen, konnten leider aber nicht alle Anmeldungen berücksichtigen. In der sommerlichen Hitze war es ein informativer, spannender und auch überraschender Rundgang durch eine Großbaustelle, deren Baufortschritt den angekündigten Eröffnungstermin Anfang November bereits zu diesem Zeitpunkt äußerst ambitioniert erscheinen ließ.

Wie sich nun gezeigt hat, ist der Termin auch nicht einhaltbar. Unsere Gruppe wurde durch Reinhard Beuth geführt, den Leiter der Öffentlichkeitsarbeit zur Sanierung der Oper, so dass wir nicht nur über den städtebaulichen und kommunalpolitischen Rahmen, sondern im Detail auch über architektonische und bauliche Fragen unterrichtet wurden. Die alte Kölner Oper am Rudolfplatz war im Krieg zerstört worden. Die Stadt Köln wollte bewusst einen repräsentativen Komplex von Oper und Schauspielhaus mitten in der Stadt am Offenbachplatz errichten, um, wie es der damalige Stadtplaner Schwarz formulierte, die notwendige „Strahlungskraft“ für die Wiederbelebung der zerstörten Innenstadt zu einer „Hochstadt mit metropolitaner Bedeutung“ zu erreichen. Der von Wilhelm Riphahn als Bekenntnis zur Moderne entworfene Bau mit seinen markanten Bühnentürmen verfügte zunächst im Eröffnungsjahr 1957 über eine Rohbeton-Fassade, die später komplett weiß gestrichen wurde. Da die Überdeckung der Armierung jedoch nicht den heutigen Ansprüchen genügte, musste die Fassade im Zuge der Sanierung ausgebessert und gestrahlt werden, um ihr wieder das ursprüngliche Aussehen zu verleihen. Als Hommage an den Architekten Wilhelm Riphahn soll der Originalzustand nun beibehalten werden.

Baustelle der Oper in Köln

Die Sanierung des Komplexes war Gegenstand verschiedener Machbarkeitsstudien und Wettbewerbe. Im Ergebnis wurde zwar ein funktional erweiterter Neubau des Schauspielhauses geplant, es wurden aber die gesetzten finanziellen Grenzen deutlich gesprengt. Nach einer erneuten Überplanung und der Entscheidung, vom Abriss des Schauspielhauses Abstand zu nehmen, beschloss der Rat 2011 die Vergabe der Sanierung mit einem Kostenlimit von 253 Mio. Euro an die Architekten HPP in Kooperation mit der Planungsgesell schaft Daberto, die seit Juni 2012 nun bauen. Die Sanierung eines Gebäudes aus den 1950er Jahren birgt immer Überraschun gen – auf der Kostenseite und hinsichtlich des Ziels, die Architektursprache von damals mit heutigen Mitteln zu erhalten.

Die zu erkennende Kostensteigerung von zehn Prozent sei zum Teil der vierprozentigen Steigerung des Baupreisindex und der sechs- prozentigen Abwertung des Euro geschuldet. So musste z. B. in Abschnitten die Gründung ertüchtigt werden. Energetische, spezielle akustische und lichttechnische Fragen bis zur Installation aktueller Bühnentechnik und -logistik stellten die Planer vor große Herausforderungen. Dabei galt es, die Restaurierung architektonischer Details zu erreichen und auch dem Ziel der Barrierefreiheit gerecht zu werden. Es mussten neben Oper und dem Schauspielhaus Bühnen für das kleinere neue Haus des Schauspiel, eine Kinderoper und eine Reihe von Probebühnen berücksichtigt werden, dazu gehobene Ansprüche für die Künstler, Werkstätten, die Verwaltung und eine neue Anlieferung. Raum dafür gab der ehemalige Betriebshof her, der mehrgeschossig in der Tiefe und dreigeschossig in der Höhe genutzt wurde.

Für diese Planung braucht es nicht nur qualifizierte Architekten und Fachingenieure, sondern auch – und das ist heute nicht einfach zu lösen – die entsprechende Qualifikation und zeitliche Kapazität auf Seiten des Handwerks. Gerade in der zeitlichen Realisierung der Gebäudetechnik liegen die Probleme, dies betrifft die Klimaanlage, Belüftung, Strom- sowie Wasserleitungen und etwa den Brandschutz. Grund hierfür sei der Mangel an Fachkräften. Reinhard Beuth wies auf die Lüftungsanlage hin, die für alle Teile des Gebäudes geplant sei, weshalb die für Anfang November geplante Eröffnung von Oper und Schauspielhaus schon problematisch sei. Der Rundgang durch die Häuser war beeindruckend und die Berichte von Reinhard Beuth zu den unterschiedlichen Nutzungsclustern ließen ahnen, wie hochkomplex die Planung eines solchen Kulturbaus insbesondere dann sein kann, wenn sie sich in einem historischen Kontext bewegt.

Faszinierende Einblicke in die Technik der Opernbühne: Vom Boden der Unterbühne bis hoch zum obersten Deckenpunkt sind es 50 Meter, die Bühne ist dreh- und neigbar, Neben- und Hinterbühne geben Raum für den flexiblen Betrieb. Fahrstühle sichern den Transport der Kulissen von der Anlieferung durch den Keller. Im Zuschauerraum wird durch die Veränderung der Wandverkleidung an der Akustik gefeilt. In wenigen Monate sollten die Opernbesucher die Pracht der 1950er Jahre erleben können. Messing sollte funkeln, kein darübergestrichenes Weiß den Gestaltungswillen des Architekten durchkreuzen, die schmeichelnden Handläufe, unprätentiös, erhalten geblieben. Die Technik im Hintergrund sollte diese Oper zum „Illusionspalast“ werden lassen. Der Traum des Architekten wird Realität – leider aber wohl erst in nicht absehbarer Zeit. Diese Reise durch eine eigene Welt war spannend und zu kurz, es gab noch viele offene Fragen. Unser herzlicher Dank an dieser Stelle gilt der profunden Führung durch Reinhard Beuth. 

E.W., VAA

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Baustelle Bühnen der Stadt Köln - die zweite

VAA on Tour - Baustelle Bühnen der Stadt Köln

Mit dem Angebot einer Baustellenführung für VAA-Mitglieder und interessierten angestellten Architekten aus Köln hatte die VAA wohl eine "Marktlücke" getroffen. Bei der ersten Ankündigung war die Tour bereits nach kurzer Zeit weit überbucht, so dass nur die Maximalzahl teilnehmen konnte und den anderen leider abgeschrieben werden musste!

Also wurde unbürokratisch ein zusätzlicher Termin mit der Bauleitung vereinbart, der dann auch kurze Zeit später stattfand - wiederum komplett ausgebucht! Besonders interessant war, dass diesmal nur zwei VAA-Mitglieder dabei waren, ansonsten alles interessierte angestellte KollegInnen aus Köln, mit denen man auch zwischendurch in so manches Fachgespräch kam.

Nach kurzweiligen zwei Stunden war sich die Gruppe einig - es hatte sich gelohnt, die Gelegenheit den umgebauten Kulturtempel inmitten der Stadt Köln rund vier Monate vor der ersten offiziellen Eröffnung fachkundig bis in das Tiefgeschoss zu besichtigen. Einige Einsichten werden dem zukünftigen Besucher verwehrt bleiben. Wer hat dann schon beispielsweise Einblick in die aufwändige Bühnenkonstruktion, die viele Meter tief und auch hoch in den Bühnenturm ragt?

Die KollegInnen werden sodann auch zukünftig einen regelmäßigen Blick auf die Homepage der VAA werfen, denn es soll nicht die letzte "VAA-on-tour" gewesen sein!

J.H., VAA

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Mitgliederversammlung 2015 in Münster

LWL Landesmuseum für Kunst und Kultur

Wie in jedem Jahr hat auch die diesjährige Mitgliederjahresversammlung an einem für die VAA regional bedeutsamen Ort stattgefunden.

Im Rahmen einer flächendeckenden landesweiten Präsenz möchte die VAA allen Mitgliedern in den einzelnen Regionen die Möglichkeit geben, an den berufspolitisch bedeutenden Jahreshauptversammlungen teilzunehmen. Als Versammlungsstätte wurde in diesem Jahr ein Tagungshotel in der Innenstadt von Münster ausgewählt. Die Organisation oblag unserem Hauptgeschäftsführer Franz Ahler aus Vreden.

Unser Vorsitzende Klaus Brüggenolte konnte neben der überaus grossen Anzahl von Mitgliedern erfreulicherweise auch junge äusserst interessierte Neueinsteiger begrüssen.

Führung der VAA durch das LWL Landesmuseum für Kunst und Kultur

Vorgetragen wurde der Jahresbericht aus Vorstand, Arbeitskreisen und Öffentlichkeitsarbeit, sowie interessante berufspolitische Themen aus Land und Bund. Ein besonderes Gewicht nahm die aktuelle bundesweite Diskussion um die Versorgungswerke ein. Besitzansprüche werden unter besonderen Voraussetzungen in Frage gestellt und der Zugang für Neueinsteiger könnte erschwert werden.

Unter dem Thema und der VAA-Aktionsreihe „VAA ON TOUR“ konnten bisher interessante fachspezifische Architekturführungen u.a. im Kölner Rheinauhafen, dem Dortmunder Westfalenstadion sowie städtebaulich interessante Gebäude am Phönixsee in Dortmund, organisiert durch unseren Kollegen Ulrich Drathler, den zahlreich erschienenden Interessenten präsentiert werden. Eines der weiteren Themen waren die im November/Dezember diesen Jahres anstehenden Kammerwahlen. Unter Federführung unseres Kollegen Dr. Jürgen Held hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die bereits entsprechende erfolgreiche Aktivitäten vorweisen kann. Die VAA zielt weiterhin darauf ab, als einziger Berufsverband ausschliesslich die Interessen von angestellten und beamteten ArchitektenInnen aller Fachrichtungen, der StadtplanerInnen sowie Studierenden und AbsolventenInnen und aller nicht Beschäftigten Kammermitglieder berufspolitisch landesweit zu vertreten. Für die mit den Wahlen neu zu bildenden Mitgliederlisten wurde eine entsprechende Kandidatenliste erarbeitet und zur Abstimmung gebracht.

In einer traditionsgemäss längeren Pause fand unter fachkundiger Führung die Besichtigung des LWL Landesmuseums für Kunst und Kultur statt. Das Gebäude ist nach umfangreichen Neubaumassnahmen, geplant vom Architekten Volker Staab, von den Teilnehmern als architektonisches Highlight empfunden worden.

Der Vorstand der VAA hat es sich zur Pflicht gemacht, entsprechende Besichtigungen an markanten Punkten in die Tagungen zu integrieren.

Mit Dank an alle Teilnehmenden sowie dem Hinweis im nächsten Jahr Ostwestfalen als Tagungsregion zu wählen, konnte wiederum eine Mitgliederjahreshauptversammlung erfolgreich beendet werden.

kb

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Neues architektonisches Highlight in Sydney

Neues architektonisches  Highlight in Sydney

Frank O. Gehry, wer kennt diesen berühmtem Namen nicht. Der kanadische Architekt gehört zu den namhaftesten Gegenwartsarchitekten und zu den renommiertesten Vertretern des Dekonstruktivismus.
Seine Gebäudekonstruktionen zeichnen sich durch geradlinige Dissonanzen aus. Ein VAA-Vorstandsmitglied hat das erste, soeben fertiggestellte Projekt von Frank O. Gehry in Australien im Rahmen einer Studienreise besichtigt.

Das Gebäude wurde im Februar dieses Jahres an die Technische Universität von Sydney (UTS) übergeben und trägt den Namen des Hauptsponsors Dr. Chau Chak Wing, dessen Sohn an dieser Universität Architektur studiert hat. Eine Bezeichnung für das Gebäude hat sich bereits etabliert,
nachdem der Gouverneur Peter Cosgrove das Gebäude als „die schönsten zerknüllten braunen Papiertüten“ beschrieben hat.

Das elfgeschossige Lehr- und Forschungsgebäude hat zwei Gesichter oder auch Fassadenformen. Auf der einen Seite gewaltige, so genannte„Glas-Scherben“, welche die Umgebung spiegeln; auf der anderen Seite gewellte, zerknüllte Backsteine, in der Anzahl 320 000, welche einzeln versetzt vermauert wurden.
Somit konnte ein imposanter Gesamteindruck geschaffen werden.

Frank O. Gehry selbst nennt einen Baum oder auch ein Baumhaus als Inspiration zu seinem ungewöhnlichen Entwurf. Ein wachsender, lernender Organismus mit vielen Ästen für Gedankenspiele. Auch das konnte unser VAA-Kollege bei seiner Besichtigung sehr gut nachvollziehen.
Mit diesem spektakulären Gebäude hat sich Frank O. Gehry auch in Sydney ein Denkmal gesetzt – und das im Alter von 86 Jahren. Ein Bauwerk, das einen Besuch lohnt.

D.S. / VAA
 

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Was können wir für Sie tun ?

Christina Steevens

Mach mit! Wähle !     VAA!
Wir stellen uns Ende November 2015 zur Wahl und vertreten Sie und Ihre abhängig beschäftigten KollegInnen.

Wahl zur XI. Vertreterversammlung der AKNW 2015

Mitglieder der VAA im Düsseldorfer Medienhafen

Sagen oder schreiben Sie uns, was Ihnen "auf den Nägeln brennt" - wir werden uns darum kümmern!

Telefon +49 1578 676 49 79 oder info@vaa-nrw.de

näheres über uns unter www.vaa-nrw.de

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Kammerwahl 2015 – warum wählen wir?

Es ist mal wieder so weit – alle fünf Jahre wählen die ArchitektInnen der Kammer in Nordrhein-Westfalen das Architektenparlament, die sogenannte Vertreterversammlung. Im November/ Dezember diesen Jahres erhalten alle KollegInnen entsprechende Briefwahlunterlagen, um in geheimer Wahl auf dem Postwege darüber zu befinden, in welcher Konstellation diese Versammlung in den nächsten fünf Jahren die Geschicke der Kammer bestimmt.


Zur Wahl stehen die unterschiedlichsten Berufsverbände oder Wählerlisten an. Sie vertreten meist ein bestimmtes Segment der Architektenschaft, wie beispielsweise Freischaffende oder Angestellte, vereinzelt aber auch mehrere Gruppierungen. Die VAA vertritt als einziger Verband ausschließlich die Belange der angestellten ArchitektInnen der verschiedenen Fachrichtungen. Sie ist derzeit die drittstärkste Fraktion innerhalb der Vertreterversammlung und stellt daher auch einen Vizepräsidenten. Generell ist unsere Kammerwahl mit einer Landtags- oder Bundestagswahl vergleichbar. Wir wählen im Gegensatz dazu jedoch nur „Parteien“, also Berufsverbände oder -vereinigungen, die ihrerseits wiederum Listen mit zu wählenden Mitgliedern aufstellen. Je nach Wahlergebnis werden die Listenplätze von Rang 1 abwärts vergeben, so dass 201 KollegInnen die eigentliche Vertreterversammlung bilden. Diese wählt in einer darauf folgenden konstituierenden Sitzung zum einen den Vorstand sowie die Mitglieder der 11 Ausschüsse. Im Laufe der Legislaturperiode setzt der Vorstand, meist durch die Ausschüsse erarbeitete Vorlagen, zusammen mit der hauptamtlichen Geschäftsstelle um. Die Anregungen, der auszuarbeitenden Themen kommen aus der Mitte der jährlich tagenden ehrenamtlichen Vertreterversammlung oder aber auch direkt von den KollegInnen.
Wie aus der Grafik ersichtlich, ist es daher äußerst wichtig, dass beispielsweise die Angestellten, entsprechend ihrem Mitgliederanteil in der Kammer, auch einen adäquaten Sitzanteil in der Vertreterversammlung erhalten – nur so, können die ureigensten Interessen und Anliegen der angestellten KollegInnen behandelt und weitergeführt werden.

Daher unsere Bitte, auch im Sinne Ihres eigenen Interesses – geben Sie uns Ihre Stimme und vertrauen Sie auf unseren ehrenamtlichen, aktiven Einsatz bei der Mitarbeit in unserer Architektenkammer Nordrhein-Westfalen. Ihre Mitwirkung durch Ihr ausgeübtes Wahlrecht wird uns dabei eine große Hilfe sein. Darüber hinaus ist eine aktive Mitarbeit in unserem Verband jederzeit willkommen.

Stand Feb 2015 – JH
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Wahl 2015

Wahl'15

und dazu wurde jetzt sogar ein "Erklärungsvideo" eingestellt - auf simple Art und Weise wird dort erklärt, warum und wie unsere KollegInnen alle 5 Jahre wählen dürfen und auch sollen.

Auch die VAA möchte Ihnen an dieser Stelle die Möglichkeit geben, mit einem einfachen Klick wissenswertes dazu zu erfahren:

  um zum Erklärvideo zu kommen.

Natürlich geht dieses Video auch über die aktuelle Wahl hinaus und erklärt auch grundsätzlich den Aufbau unserer Kammer. Außerdem ist es neutral gehalten und geht nicht auf die Schwerpunkte der einzelnen Verbände ein.

UNSER erklärtes Ziel der VAA ist es, die Interessen der abhängig Beschäftigten zu vertreten, was mit einem hohen Stimmenanteil bei der anstehenden Kammerwahl natürlich umso leichter umzusetzen ist!

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VAA - on Tour im Juli 2015, Sanierung der Bühnen Köln

Die VAA hat eine weitere Veranstaltung in der beliebten Reihe VAA – on Tour durchgeführt.
 

Wir hatten eingeladen zu einer Besichtigung mit fachkundiger Führung der Baustelle – Sanierung der Bühnen Köln.
Bitte lesen Sie weiter unter der Rubrik VAA - on Tour , dort können Sie auch Bilder betrachten und einem Link zu den Bühnen der Stadt Köln folgen.

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Vertreterversammlung 2014 in Münster

Vertreterversammlung 2014

Auf der VVS 2014 wurden Jürgen Meinhard und Sigfried Wirtz von dem Präsidenten der AKNW für 35 Jahre Mitgliedschaft in der VVS der AKNW geehrt. 

Der Präsident Ernst Uhing überreichte beiden eine Urkunde zu diesem Jubiläum. 

Von links: Jürgen Meinhard, Ernst Uhing, rechts Siegfried Wirtz

26.10.2014/DS
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85. Geburtstag von Hans Zimmermann

Am 1. August 2014 konnte der Ehrenvorsitzende der VAA seinen 85. Geburtstag bei bester Gesundheit feiern. Hans Zimmermann gründete im Jahr 1971 mit seinem damaligen Arbeitskollegen Ernst A. Graef die „Freie Liste Angestellter Architekten“.

Im Jahr 1985 erfolgte eine Veränderung in Form eines eingetragenen Vereins mit der Namensnennung „Vereinigung Angestellter Architekten“, kurz genannt die „VAA“. Somit kann Hans Zimmermann als Gründungsvater der VAA getitelt werden. Die VAA ist seitdem und bis heute der einzige Berufsverband in Deutschland, der auschließlich die Belange der angestellten ArchitektenInnen in den jeweiligen Fachrichtungen wahrnimmt und entsprechend vertritt. Der Leitfaden in Hans Zimmermanns berufspolitischen Wirkens war stets die Solidarität zwischen freischaffenden und angestellten ArchitektenInnen zu fördern und zu pflegen. Weiterhin setzte er sich besonders für Themen wie zum Beispiel die Verbesserung von Arbeitsbedingungen, Arbeitsverträge für Alle, Freistellung für Fort- und Weiterbildung, Urheberbenennungsrecht sowie Sicherung des Berufsstandes ein. Hans Zimmermann war seit Gründung der AKNW bis 2011 Mitglied der Vertreterversammlung. In dieser Zeit war er unter anderem Mitglied des Vorstandes, leitete den Ausschuss „Informatik und Datenverarbeitung“ und engagierte sich im Verwaltungsausschuss des Versorgungswerkes der AKNW. Auch innerhalb der VAA hat er eine Vielzahl von Tätigkeiten übernommen. So führte Hans Zimmermann lange Zeit die Geschäftsstelle in Wuppertal, hat sich mit aller Kraft und guten Ideen bei den jeweiligen Wahlen zur Vertreterversammlung eingebracht, sowie Veranstaltungen und Seminare an Hochschulen und Besichtigungen interessanter Bauwerke und Ausstellungen organisiert. Dabei hat ihm sein koziliantes offenes Wesen, sein stets wacher Geist und seine Fähigkeit Menschen zu motivieren, viel Anerkennung und Lob, auch KollegenInnen der jüngeren Generation, eingebracht. Jeder, der ihm begegnet ist, profitierte von seiner Menschlichkeit, hat ihn aber auch als Verteidiger seiner Thesen erlebt, die er für sich als Maxime erkannt hat. So hat sich Hans Zimmermann auch bei Vertretern anderer Architektenverbände große Anerkennung geschaffen. Aufgrund seines über 20 Jahre andauernden berufspolitischen Engagements erhielt Hans Zimmermann am 29. April 1993 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Im Jahr 1999 wurde ihm die Würde des Ehrenvorsitzenden der VAA erteilt. Seine weitreichende berufspolitische Erfahrung und aktive Mitarbeit in der VAA wird äusserst geschätzt und immer noch entsprechend in Anspruch genommen. Der Vorstand und die Mitglieder der VAA wünschen sich, das Hans Zimmermann uns noch lange Zeit in dieser Form begleiten wird.

2.8.2014, K. B.
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