Aktuelles

Flutkatastrophe - Leid, Verlust - Zukunft neu denken

Hochwasser

Die Flutkatastrophe an der Ahr und in mehreren Regionen des Rheinlands und Westfalens liegen nun einige Wochen zurück. Für die betroffenen Menschen hat diese für Unbetroffene kaum vorstellbares menschliches Leid gebracht. Unser aller Wunsch ist es, dass die Menschen dort Kraft und Zuversicht für  einen Neubeginn finden.

Die Architektenkammer hat mit schnellen Hilfsangeboten die Unterstützung zu leisten versucht, die für die Kammer möglich war. Das war gut und sicher in vielen Fällen hilfreich. 

Vielen Menschen ist das, was ihre Heimat ausgemacht hat, weggeschwemmt und von den Wassermassen verschluckt worden. Erklärtes Ziel muss es deshalb bleiben, soviel wie möglich der verlorengegangenen  Heimat zu erhalten und wiederaufzubauen. Für den baulichen Bereich der Gebäude, Straßen, Schienen und Infrastruktur bedeutet dies mit geschätzten Kosten von 13 Mrd. Euro allein in NRW einen noch nicht abzusehenden Kraftakt. Erschwerend kommt hierbei hinzu, dass viele lokale Handwerksunternehmen, die einen großen Teil des Wiederaufbaus leisten wollen und sollen, selbst durch die Flutmassen geschädigt wurden.

Letztlich müssen neben und zeitgleich mit diesem notwendigen baulichen  Kraftakt aber auch die Ursachenforschung und Maßnahmen zur zukünftigen Vermeidung mit gleicher Intensität betrieben werden. Ohne sich dem Vorwurf eines vorschnellen Urteilens auszusetzen, kann mit hinlänglicher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der menschengemachte Klimawandel und eine zu intensive bauliche Nutzung und Versiegelung im Umfeld der Gewässer mitentscheidend für die Katastrophe waren.

Hier wird auch die Architektenkammer Position beziehen müssen. Es  sind geeignete Maßnahmen aufzuzeigen, die eine effektive CO2-Reduktion und wassersensibles und klimaresilientes  Planen und Bauenermöglichen und  die damit helfen können, solche Katastrophen zu vermeiden.

Die Kolleginnen und Kollegen der VAA werden helfen, dies durch ihre Arbeit in den Ausschüssen der Kammer zu unterstützen.

Vielleicht gelingt es so, den Wiederaufbau in den betroffenen Regionen als Muster für den Umbau auch in anderen, heute nicht betroffenen Dörfern und Städten unseres Landes zukunftsweisend und nachhaltig zu gestalten.

VAA/M.K.

 

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Newsletter 01/2021

Baukunstarchiv Dortmund

Die Themen in diesem Newsletter:

- Resümee der Wahlen 2020/21

-Save the date: Mitgliederversammlung der VAA 2021 in Arnsberg! 

- Wie gelange ich in den internen Mitgliederbereich der VAA?

Resümee der Wahlen 2020/21

Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Wahl der XII. Vertreterversammlung ist vollbracht. Da wir unseren Nachwuchs intensiv fördern wollen, haben viele „Altgediente“ auf eine Kandidatur verzichtet oder eine Aufstellung im hinteren Bereich der Wahlliste bevorzugt. So ist mit 13 neuen Personen über die Hälfte der Gewählten in der Vertreterversammlung und den Ausschüssen bzw. Gremien vertreten. Hierzu wünscht der Vorstand der VAA allen viel Glück und Erfolg sowie Freude bei ihren Tätigkeiten.

Die allgemeine Wahlbeteiligung ist gegenüber der letzten Wahl im Jahr 2015 leicht gesunken. Wahlberechtigt bei den Angestellten und Beamten, also dem Bereich, den die VAA vertritt, waren 8.805 männlichen und 7.792 weiblichen Geschlechts. Besonders zugenommen hat sie bei den Frauen unter 30 Jahren, sowie Männern jenseits des 60. Lebensjahrs. Eine kontinuierliche Zunahme ist von 30 bis 80 festzustellen. Die geringste Wahlbeteiligung <30% war u.a. in den Kreisen/Kreisfreien Städten Bielefeld, Paderborn, Bottrop, Siegburg, Bergheim und Mönchengladbach, die höchste Wahlbeteiligung >45% in Dinslaken und Heinsberg zu verzeichnen. Alle anderen befanden sich im Bereich 30 bis 45 Prozent.

Festzustellen ist, dass alle etablierten Berufsverbände mehr oder weniger an Stimmen verloren haben. Für die VAA bedeutet das in der Fachrichtung Architektur ein Minus von 401 Stimmen und somit den Verlust von 6 Sitzen in der VVS. Bei der Innenarchitektur war es zwar nur ein Minus von 29, jedoch bedeutete das den Verlust von 1 Sitz. In der Stadtplanung ein Minus von 18 und so gingen wir hier leer aus. Aufgrund des engen Zeitplanes konnten 2 Neumitglieder der Landschaftsarchitektur nicht mehr rechtzeitig gemeldet werden, schade! Somit ist die VAA mit insgesamt 24 Sitzen in der VVS vertreten.

Weitere Ausführungen werden in unserer nächsten Mitgliederversammlung detailliert vorgetragen und zur Diskussion gestellt. Denn es gilt der altbekannte Spruch  „Nach der Wahl ist vor der Wahl“. Die nächste Wahl im Jahr 2025 werden wir mit neuen Ideen und frischen Gedanken aktiv gestalten müssen um insbesondere im Sinne unserer angestellten und beamteten Kolleg*innen weiterhin eine zuverlässige Vertretung in der Berufspolitik bieten zu können


Foto: © VAA

 

Save the date: Mitgliederversammlung der VAA 2021 in Arnsberg! 

Unsere diesjährige Mitgliederversammlung wurde corona-bedingt um einige Monate verschoben und findet nun im Spätsommer dieses Jahres am 04.09.2021 von 10.00-16.00 Uhr im Blauen Salon des Arnsberger Sauerlandmuseums statt. Wir wollen aktuelle berufs- und gesellschaftspolitische Themen und Aktivitäten diskutieren, über die vergangenen Wahlen sprechen und die neuen VAA-Kolleginnen und -Kollegen bzw. neu gewählten Vertreter*innen der AKNW-Vertreterversammlung näher kennenlernen. Nach dem Mittagessen, das wir gemeinsam im Museumscafe einnehmen, ist eine Führung durch die neu errichtete, prämierte Museumserweiterung geplant. Die Einladung mit Tagesordnung wird rechtzeitig an Sie rausgeschickt.

 

Wie gelange ich in den internen Mitgliederbereich der VAA?

Zunächst benötigen Sie einen Zugang zu diesem Bereich, da dieser nur für Mitglieder gedacht ist. Sie müssen freigeschaltet werden. Einen Zugang beantragen Sie bei Herrn Dirk Schlüter d.schlueter@vaa-nrw.de durch eine E-Mail. Die Freigabe erfolgt meist zeitnah. In der Fußzeile auf jeder Internetseite der www.vaa-nrw.de finden Sie den Zugang 

Mitgliederbereich haben Sie Zugriff auf die Protokolle des Vorstandes, der Mitgliederversammlungen, der Kollegengruppen, der Klausurtagungen sowie Berichte der Kollegen aus den Auschüssen. Weiter sehen Sie noch die Termine der VAA und die Redaktionstermine des DAB für einzureichende Artikel. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann jederzeit erweitert werden.

Herzliche Grüße und bis bald!

Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit und Vorstand der VAA

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50 Jahre VAA

„A 6 Freie Liste Angestellter Architekten“ – Wahlplakat 1979

Im Jahr 1971 informierte der Wuppertaler Architekt Kisler seine Mitarbeiter über  die geplante Gründung der AKNW und war der Meinung, dass sich dort nicht nur freischaffende, sondern auch angestellte Architekten engagieren sollten. Seine Mitarbeiter Greef und Zimmermann beschlossen daraufhin,

bei der I. Kammerwahl als Angestellte für die freie Wählerliste “Angestellte Architekten (AA)“ zu kandidieren: beide wurden in die Vertreterversammlung gewählt - der Grundstein zur ersten, freien und unabhängigen Angestelltenvertretung in der AKNW. Immerhin waren die Hälfte der Kammermitglieder angestellte Architekten! Es entwickelte sich eine gute Zusammenarbeit mit dem Präsidenten Volkmann und den beiden Vizepräsidenten Beu und Rosini. 

Zur Wahl der II. Vertreterversammlung 1975 trat die Liste „AA“ mit 19 Kandidat*innen an, von denen 15 gewählt wurden, Greef wurde in den Kammervorstand gewählt, weitere 9 Kolleg*innen in die Ausschüsse. Bei der III. Vertreterversammlung 1979 kandidierten bereits 28 Kolleg*innen bei der “A 6 Freie Liste Angestellter Architekten“. Sie engagierten sich im Bereich der Erweiterung der AKNW-Richtlinien zu Berufsgrundsätzen wie Förderung der Fortbildung, Abschluss von Arbeitsverträgen für Angestellte, soziale Verpflichtung des Arbeitgebers und Zulassung von angestellten Architekten in den Teilnehmerkreis bei Wettbewerben. 

1985 wurde dann die “Vereinigung Angestellter Architekten (VAA) e.V.“ gegründet, da ein Verband als rechtsfähige Organisation besser in der Lage ist, berufsständische Arbeit innerhalb der etablierten Verbände der freischaffenden Architekten zu leisten und die Interessen der Angestellten durchzusetzen. Mit der Verbandsgründung wurde so erstmals eine geschäftsfähige und eigene Berufsorganisation für angestellten Architekten geschaffen! Die Kammerwahl 1987 war mit 31 gewählten Mitgliedern in der VVS ein weiterer, großer Erfolg für die VAA. In der Folgezeit wurde auch das Verbandsemblem weiterentwickelt: es entstand ein modernes, dynamisches Logo bis zu seinem endgültigen Erscheinungsbild 2005, das heute noch (s.o.) aktuell ist. Nachdem die Kammer nämlich das gespiegelte A im VAA-Logo (s.u.) untersagt hatte, entwickelte der Kollege Burchardt das Neue. Somit konnte die Ähnlichkeit mit dem Kammer-Logo aufgehoben werden. 

Da sich die VAA aufgrund ihrer Wahlerfolge mittlerweile zum viertstärksten Verband in der Kammer entwickelt hatte, schien es für die VAA nach der Wahl 1991 konsequent, die Stelle  eines dritten Vizepräsidenten zu fordern, um die gestärkte Position der VAA auch im Kammerpräsidium berücksichtigt zu sehen. Der Wunsch auf Vergrößerung des Präsidiums stieß jedoch nicht bei allen Kolleg*innen der anderen Verbände auf Zustimmung, da diese nicht die “Machtzentrale Präsidium“ vergrößern wollten. Woraufhin es in der Versammlung  zu erregten Diskussionen kam. Letztendlich wurde zugunsten des VAA-Antrags entschieden und bei den nächsten Vorstands- und Präsidiumswahlen der damalige VAA-Vorsitzende Schlüter zum dritten Vizepräsidenten gewählt. Damit hatte  die VAA ihrer Größe entsprechend ihren Einfluss im Präsidium durchgesetzt. Bei der Novelle des Architektengesetzes wurde diese Änderung vom Landtag entsprechend mitbeschlossen.

1995 konnte die VAA im Rahmen der „Jubiläumsveranstaltung 25 Jahre VAA“ an einem Wochenende in Bonn auf eine erfolgreiche Entwicklung der Verbandsarbeit zurückblicken. Die damit verbundene Mitgliederversammlung und das traditionelle Kulturprogramm trugen zur weiteren Stärkung des Verbands bei und ließen auf eine spannende Perspektive im berufs- und gesellschaftspolitischen Bereich mit interessierten, engagierten Mitgliedern blicken. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits mehrere weibliche Vorstandsmitglieder. 

In der Folgezeit entwickelte sich die VAA bis 2020 zur drittstärksten Kraft in der Kammer. Nach wie vor wird einer der Vizepräsidenten der Kammer von der VAA, Klaus Brüggenolte, gestellt. Im Zuge der Digitalisierung fand der Verband frühzeitig Zugang zu Internet, face-book und instagram, was die Zusammenarbeit enorm erleichtert. 

Die VAA ist von gutem Zusammenhalt geprägt, wurde zuletzt jünger und weiblicher, vertritt nach wie vor die Interessen der angestellten und beamteten (Innen-)Architekt*innen, Stadt- und Landschaftsplaner*innen und stellt eine starke, integrative Kraft in der AKNW dar.

 JM.GB.

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Die VAA findet man jetzt auch auf Instagram

die VAA jetzt auch auf Instagram

Ab sofort hat die VAA auch auf Instagram.com einen Auftritt. Er ist erreichbar unter VAANRW.
Der Account wurde erst kürzlich eingerichtet und lebt davon, wenn er von möglichst vielen Usern geteilt wird. Gepflegt wird der Auftritt von unserem Mitglied Sascha Tschorn, der auch gern Inhalte veröffentlicht oder für Rückfragen zur Verfügung steht.

Zur Zeit befinden sich naturgemäß erst wenige Post's auf der Seite, was sich hoffentlich bald ändern wird. Hier kann sich jeder mit Beiträgen und Fotos, die inhaltlich mit der VAA im Zusammenhang stehen, beteiligen.

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