Aktuelles

Heute. Morgen. Zukunft

entleerte Innenstädte für die Zukunft keine Option - Dortmund am Samstag nachmittag

 Die letzte Zeit ist geprägt von großen Herausforderungen: Die Auswirkungen des Klimawandels werden auch in Deutschland immer signifikanter. Im letzten Jahr kam die Covid-19-Pandemie hinzu, die die Welt wellenartig erschütterte und immer noch in Atem hält.

Für die in der AKNW Engagierten wurde dies begleitet von den Vorbereitungen und der Durchführung der Kammerwahl der AKNW NRW 2020. Und fand dann noch einen weiteren Höhepunkt in dem ungewohnten Wintereinbruch, der weite Teile des Landes lahm legte. 

Die zuvor in Teilen überhitzte Entwicklung auf den Märkten z.B. des Baugewerbes oder der Immobilien wurde deutlich abgeschwächt oder kam fast vollständig zum Erliegen wie in der Reisebranche oder der Gastronomie. All das stellt Politik und Kommunen vor unerwartete Aufgaben. Nach anfänglichem Glauben, nach der Pandemie ist alles wie vor der Pandemie, stellte sich jedoch schnell heraus, dass eine soziale und ökologische Transformation der Lebenswelt - vorher bereits angemahnt durch die Fridays-for-Future-Bewegung - ansteht. 

Parallel zum Pandemie-Management durch die Politik sind unsere Kolleginnen und Kollegen in der AKNW - Architekten, Stadtplanerinnen, Landschaftsplaner und Innenarchitektinnen - in disziplinübergreifender Zusammenarbeit damit befasst, Visionen, Ideen und Konzepte für die Zukunft unter den Erfahrungen der Pandemie und des immer gegenwärtiger werdenden Klimawandels zu erarbeiten. Vielleicht geht es um nicht weniger, als die Pandemie als Chance für die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes und der urbanen Centren zu begreifen. 

Weiter die Städte unter Beteiligung der Akteure als Reallabor mit qualitätssteigernder Nutzungsmischung, z.B. mehr Wohn- und Freizeitnutzung für alle, weniger Kommerz auszustatten, und damit eine Renaissance der Innenstädte zu unterstützen und die Stadt zukunftsfähig zu halten. In den ländlicher geprägten Regionen die Infrastruktur auszubauen, bei der digitalen Erreichbarkeit mit den Centren gleichzuziehen und damit gleiche Lebens- und Bildungsperspektiven zu bieten. 

Die VAA wird sich weiter in diesen Diskurs einbringen und mit den neu gewählten Kolleginnen und Kollegen der VAA in den Gremien der AKNW Beiträge zu diesen Zukunftsaufgaben einbringen.

GB.MK.

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Verstorben: Helmut Baehr

Verstorben: Helmut Baehr

Wir trauern um unser VAA Gründungsmitglied Helmut Baehr, der am 12.03.2021 verstorben ist. Neben der Berufspolitik war das Segeln seine Leidenschaft. Wir werden seine ruhige Art, verbunden mit einer äusserst präzisen Weitsicht sehr vermissen.

Konstituierende Sitzung der Vertreterversammlung VVS 2021: jünger und weiblicher in die Zukunft

VVS 2021 in Münster

Anfang März trafen sich in der Münsterlandhalle die neu gewählten Vertreter*innen der VAA und der anderen Verbände zur konstituierenden Sitzung, um die einzelnen Funktionsträger in die Organe der AKNW zu wählen. Am Vortag fand wie gewohnt - jedoch per Zoom-Video
 

vom heimischen Schreibtisch aus - die Kollegengruppensitzung statt, vor allem auch um mit den neuen Kollegeninnen und Kollegen die Ereignisse des kommenden Tages zu besprechen. Im Vorfeld der XII. Kammerwahl hat die VAA aus den eigenen Reihen aber auch zahlreiche neue, interessierte Mitglieder für die Kammerarbeit gewinnen können und auf diese Art und Weise einen anteiligen Generationen- und auch Genderwechsel herbeigeführt: die insgesamt 24 in die Vertreterversammlung gewählten VAA-Kollegen*innen, von denen weit mehr als die Hälfte zwischen 30 und 50 Jahre sind, sorgen für eine sichtbare Verjüngung des Verbands in der VVS und sind zudem mit Mehrheit weiblich. 

Aber auch für die gesamte Vertreterversammlung stellte unser wiedergewählter Kammerpräsident Ernst Uhing am nächsten Tag fest, dass das Durchschnittsalter auf rd. 54 Jahre gesunken und der weibliche Anteil von 34 auf 45% gestiegen sei. 

Was bedeutet das? Es ist ein gutes Zeichen, denn das Interesse am ehrenamtlichen Engagement scheint in der jüngeren Generation, vor allem auch bei den Frauen zuzunehmen, es besteht eine größere Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und das berufspolitische Geschehen der nächsten Jahre mitgestalten zu wollen. In diesem Zusammenhang ein Dankeschön an die Kolleginnen und Kollegen, die über viele Wahlperioden hinweg mit viel Wissen und Erfahrung die VAA und Kammerarbeit engagiert mit weiter entwickelt haben und uns weiterhin beratend zur Seite stehen mögen. 

Denn nur so, mit einem Mix aus weitreichenden Erfahrungen und zukunftsfähigen Visionen, Toleranz und weiblichem Esprit bzw. Frauenpower bleibt unsere Arbeit lebendig und lässt uns in eine spannende Kammerzukunft blicken - so gelingt es, den gesellschaftlichen Wandel konstruktiv mitzugestalten. Wir wünschen allen neu gewählten Funktionsträgern für die neue, fünfjährige Wahlperiode trotz schwieriger Corona-Bedingungen einen guten Start in den Gremien der AKNW und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.
G.B., Foto: D.S. 

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Ausblick 2021

Bei den Wahlen für die XII. Vertreterversammlung der AKNW hat die VAA insgesamt 24 Sitze erreicht. 23 Sitze entfallen davon auf den Bereich Architektur sowie ein Sitz im Bereich Innenarchitektur. Mit diesem Ergebnis ...

... konnte nicht ganz der Erfolg der letzten Wahl von 2014 wiederholt werden, als die VAA insgesamt 31 Sitze in der Vertreterversammlung erhalten hatte. Gleichwohl ist dies eine gute Basis um die erfolgreiche Arbeit der Kolleginnen und Kollegen der VAA in der Vertreterversammlung und in den Ausschüssen der Architektenkammer fortzusetzen.

Die VAA wird auch in der neuen Wahlperiode die Interessen der angestellten Kolleginnen und Kollegen mit besonderem Augenmerk wahrnehmen. Die vielfältigen Veränderungen in der Berufsausübung der planenden und bauenden Berufe und die weitere Digitalisierung  erfordern auf der Ebene der Architektenkammer eine kompetente und durchsetzungsfähige Vertretung der abhängig beschäftigten Kammermitglieder. Dies wird deshalb auch Schwerpunkt  der Kammerarbeit der gewählten Kolleginnen und Kollegen der VAA sein.

Neben der Kammerarbeit hoffen wir in 2021 aber auch wieder unsere sonstigen Aktivitäten fortsetzen zu können. So werden wir wieder unsere Serie mit Besuchen interessanter Projekte - die „VAA on Tour“  - fortsetzen, die 2020 Coronabedingt nicht erfolgen konnte.

Vorgesehen ist auch wieder ein kostenfreies Seminar für den Nachweis der Fortbildungsverpflichtung. Da in 2020 die meisten Fortbildungsseminare nicht als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden konnten, besteht hier sicher in diesem Jahr ein großer Nachholbedarf. Gerne nehmen wir hierzu auch Themenvorschläge auf. Hierfür und für alle Anregungen und Fragestellungen steht weiterhin unsere Infoline unter info@vaa-nrw.de zur Verfügung.

M.K. / Foto: Pexels

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Die VAA und das Jahr 2021

Guten Rutsch in das neue Jahr 2021

Hand aufs Herz, sind wir nicht mal wieder überrascht wie schnell das vergangene Jahr verflogen ist, obwohl wir die Flugroute und die Geschwindigkeit selbst in der Hand hatten.

Wir haben Rückschau gehalten mit Ereignissen, welche teils absehbar waren, und jene die uns vollkommen überrascht haben.

Kommunalwahlen, Wahlen in den USA und schlussendlich unsere Kammerwahlen.

Jedoch die Corona-Pandemie hat alles überschattet, dass sich in diesem Ausmass wohl Niemand hat vorstellen können. So mussten Präsenz unserer Tätigkeiten in der AKNW und der VAA drastisch reduziert werden. Verpflichtende Sitzungstermine erfolgten überwiegend in Form von Video-Konferenzen. Dies sollte möglichst jedoch kein Dauerzustand werden, da der persönliche direkte Austausch von Ansichten und deren Festlegung von Positionen für eine konstruktive Zusammenarbeit unerlässlich sind.

Trotz allem schöpfen wir weiterhin die Kraft für die Umsetzung unserer Ziele und legen damit das Fundament diese mit Zuversicht realisieren zu können. Wir gehen mit positiven Gedanken in das neue Jahr und lassen uns vom Impuls der Begeisterung für die unerlässliche berufspolitische Arbeit weiterhin einfangen.

Bestätigt hat sich diese Grundeinstellung insbesondere in der Nachwuchsförderung der VAA. Von den gesetzten 48 angestellten und nicht berufstätigen Architekten und Architektinnen für die Wahl der Vertreterversammlung 2020 der AKNW kandidierten 12 Architekten und 11 Architektinnen erstmalig für dieses Amt.  Bei Redaktionsschluss für die DAB Ausgabe 1`21 lag das Wahlergebnis noch nicht vor, sodass in der kommenden Ausgabe eine entsprechende Kommentierung erfolgen wird.

Mit diesen Gedanken wünschen wir allen Mitgliedern sowie Wählern und Wählerinnen, unabhängig ihrer Wahlentscheidung, einen guten Start in das neue Jahr 2021. Mögen uns Zuversicht, gegenseitiges Vertrauen und Optimismus begleiten, sodass wir alle am Ende zufrieden zurückblicken können.

Bleiben Sie gesund!

K.B.  / Foto (c) Privat

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2020 - Was für ein Jahr

Als dieses Jahr begann, war Corona weit weg - man hatte allenfalls davon gehört -. Die westliche Welt wähnte sich in Sicherheit und verfolgte vorerst weiter aktuelle Themen wie z.B. Klimawandel, Verkehrswende und Wohnungs-bau. Dann kam Corona und veränderte das Leben. Die menschliche Hybris ...

... kam jäh zum Erliegen, Entschleunigung und Einbrüche im privaten und öffentlichen Leben mit Folgen für Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft waren die Folge. Begleitet von einem shut-down und enormen staatlichen Finanzhilfen wurde die sich abzeichnende schwerste Wirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg jedoch von verantwortlicher Politik und qualifizierter Fachwelt weitgehend souverän gemanagt und von einer disziplinierten Bevölkerung überwiegend mitgetragen.

Neben  grundlegenden Fragen,  inwieweit sich unser Leben nun verändern wird oder mit welchen Auswirkungen im Job und im Baugeschehen zu rechnen ist, gelang es im Sommer trotzdem temporär, ein Stück Normalität zu genießen. Viele machten Urlaub – die meisten davon in Deutschland. Wir Kollegen von der VAA Vereinigung Angestellter Architekten*, Innenarchitekten*, Stadt- und Landschaftsplaner* nutzten die Gelegenheit, im August - noch schnell und zudem erfolgreich - im Dortmunder Baukunstarchiv unsere Mitgliederver-sammlung durchzuführen, nachdem schon die im Mai geplante VAA-on-tour-Veranstaltung zur Soester Wiesenkirche ausfallen musste.

Nun stehen wir leider vor der nächsten Herausforderung, Corona lässt nicht locker. Wenn wir uns fragen, wie in den nächsten Monaten der Alltag gelingt, sind vor allem solidarisches Miteinander, Mäßigung in den Ansprüchen und ein langer Atem wichtige Grundvoraussetzungen und nicht zu vergessen auch kreatives und flexibles Handeln sind gefragt. 

Die Kollegen der VAA möchten sich an dieser Stelle bei den Wählern, die die VAA vor 5 Jahren in die XI. Vertreterversammlung der AKNW gewählt hatten, für ihr Vertrauen bedanken. Es geht weiter, im Dezember 2020 finden die nächsten Wahlen zur XII. Vertreterversammlung statt! Wir freuen uns, wenn Sie uns auch jetzt wieder Ihre Stimme geben. Der Vorstand der VAA wünscht Ihnen eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute für das Neue Jahr. Bleiben Sie gesund !                                                                                           

G.B.

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Erfolgreiche Mitgliederversammlung im Dortmunder Baukunstarchiv

MV 2020 im Baukunstarchiv in Dortmund

Erfolgreiche Mitgliederversammlung im Dortmunder Baukunstarchiv
Die Mitgliederversammlung der VAA Vereinigung Angestellter Architekten - ursprünglich geplant für März dieses Jahres, dann verschoben, aber nicht aufgehoben – konnte doch noch am 08.08. im Gartensaal des Dortmunder Baukunstarchivs (BKA) durchgeführt werden.

Die spannenden Themen auf der Tagesordnung und die lange, Corona-bedingte Abstinenz vom Vereinsleben lockten trotz hoher Außentemperaturen viele Mitglieder in die luftige Location des Baukunstarchivs in der Dortmunder Innenstadt. So kam es in dem weiten Gartensaal bei offenen Flügeltüren zum Park und kühlen Getränken im Eisschrank zu interessanten Vorträgen, Beiträgen und Austausch untereinander.
Nach einer guten Mittagsspeise vor Ort und geselligem Austausch auf der Außenterrasse führte uns der Geschäftsführer des BKA, Markus Lehrmann, nach der Pause mit Vortrag und filmischem Rückblich durch die 150-jährige Geschichte des Gebäudes und anschließend durch die Räumlichkeiten des Archivs. Wir Besucher - Architektinnen, Innenarchitekten, Stadtplanerinnen und Landschaftsplaner aus NRW – staunten nicht schlecht über die große, in so kurzer Zeit bereits zusammengetragene Ansammlung von Schätzen der Baukultur aus Nach- und Vorlässen in Form von Plänen, Modellen, Fotografien und Büchern. Ein wahres Eldorado für historisch Interessierte – gern hätte sich der ein oder andere in der kühlen Bibliothek mit diesem Fundus etwas länger aufgehalten.
Zurück im Gartensaal übergab unser Vorsitzender Klaus Brüggenolte im Namen der VAA Herrn Lehrmann einen Spendenscheck über 500 €, um diesen lebendigen Ort der Baukultur – es finden hier auch ständig Ausstellungen und Veranstaltungen statt – weiter zu fördern. Denn die einzigartige und vorbildhafte Erfolgsgeschichte des BKA - mit dem Impetus Bewahren, Forschen, Ausstellen - bedarf vor allem auch in Krisenzeiten der Unterstützung.
In den Nachmittagsstunden ging es um ein besonderes Thema, nämlich die Vorstellung und Diskussion der Wahlliste mit den Kandidatinnen und Kandidaten der VAA zur XII. Vertreterversammlung der AKNW, da die Wahlperiode der XI. Vertreterversammlung endet. Uns war klar, dass es für viele ein spannendes Thema ist, verbunden mit Engagement und Verantwortung, aber auch Generationenwechsel und Neuanfang. Schlussendlich lag nach konstruktiver Diskussion und klarem Blick-nach-vorn eine gut abgestimmte Wahlliste vor. Das zurückliegende, bisher erfolgreiche Wahljahr gibt eine gute Basis für den Endspurt.
Kein Zweifel – der altehrwürdige Charme, die atmosphärische Dichte und die zukunftsfähigen Entwicklungsmöglichkeiten der Tagungsstätte haben die positive Stimmung auf der Mitgliederversammlung zusätzlich unterstützt. G.B.

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Kurzarbeit auch in Planungsbüros zur Arbeitsplatzsicherung nutzen

(C) Dirk Schlüter

Auch Planungsbüros und das Baugewerbe kämpfen mit den vielschichtigen negativen Auswirkungen der Corona Pandemie. Für Angestellte in Planungsbüros ist genauso wie für Beschäftigte in der Bauwirtschaft das Instrument Kurzarbeit ein gut geeignetes Mittel, um vor Verdienstausfall oder Arbeitslosigkeit geschützt zu sein. Im Bauhaupt- und Baunebengewerbe wurde dieses Instrument bisher nur in einem weit geringeren Maß als in anderen Branchen genutzt. Im Mai erhielten so nur 4,1 % der am Bau Beschäftigten Kurzarbeitergeld, während es im verarbeitenden Gewerbe 31 % der Beschäftigten waren Sicherlich spielt hierbei die gute Auftragslage im Baugewerbe eine entscheidende Rolle.

Kurzarbeit kann bereits von Unternehmen die nur einen Beschäftigten haben genutzt werden und kann beantragt werden, wenn mehr als 10 % der regulären Arbeitszeit infolge der Auswirkungen der Corona Pandemie entfällt. Auch kann Kurzarbeit nur für Teilbereiche eines Büros oder Unternehmens in Anspruch genommen werden. Inwieweit die Nutzung dieses arbeitsplatzsichernden Instruments von Planungsbüros bisher erfolgte und im weiteren Verlauf des Jahres noch erfolgen wird, ist momentan nicht überblickbar. Aufgrund der auch in vielen Planungsbüros vorhandenen guten Auftragslage ist die Notwendigkeit bisher vielleicht nicht gegeben gewesen. Dies könnte sich allerdings im Laufe des Jahres durch Zurückhaltung bei baulichen Investitionsentscheidungen der Privatwirtschaft und eventuell auch der öffentlichen Haushalte verändern. Die VAA wird die weiteren Entwicklungen beobachten und steht Kolleginnen und Kollegen beratend zur Verfügung.

Als eine Auswirkung der Corona Pandemie musste leider auch der im DAB Maiheft angekündigte Besuch der Dombauhütte  der Wiesenkirche in Soest entfallen. Vorgesehen war eine fachkundige Führung unter Leitung der Dombauhütte, die Besichtigung des Kirchenraumes, sowie der Turmbaustelle und der Dombauhütte selbst. Aufgeschoben ist in diesem Falle aber auch nicht aufgehoben: die Besichtigung der Wiesenkirche soll nun im nächsten Jahr nachgeholt werden.

Die im März ebenfalls ausgefallene Mitgliederversammlung der VAA findet nunmehr am 8. August 2020 im Baukunstarchiv in Dortmund statt. Alle Mitglieder haben hierzu eine schriftliche Einladung erhalten.

Die VAA wünscht allen Kolleginnen und Kollegen noch eine schöne restliche Sommer- und Urlaubszeit. Bleiben sie gesund! 

M.K.

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Betriebsrente - zweite Säule der Altersvorsorge

Die VAA - eine starke Gemeinschaft

Die VAA setzt sich dafür ein, dass Betriebsrenten als zweite Säule der Altersversorgung auch für Angestellte in Planungsbüros verstärkt genutzt werden kann. Das Ziel ist, betriebliche Altersvorsorge möglichst allen Angestellten zugänglich zu machen.  Deshalb hat die VAA zur letzten Vertreterversammlung im November 2019 den Antrag gestellt, dass die AKNW hierzu aktiv werden soll. Mit dem Antrag wird die AKNW aufgefordert über die rechtlichen Rahmenbedingungen und Chancen zu informieren, Beratungsmöglichkeiten zur Umsetzung einer betrieblichen  Altersvorsorge zu etablieren und Möglichkeiten zur Organisation von Modellen zur betrieblichen Altersvorsorge zu erarbeiten.

Dieser Antrag der VAA wurde auf der Vertreterversammlung mit großer Mehrheit angenommen.

Neben der Altersvorsorge durch das Versorgungswerk und die gesetzliche Rentenversicherung gewinnen betriebliche Altersvorsorgen für Beschäftigte einen immer höheren Stellenwert. Auch für Arbeitgeber sind die Angebote von betrieblichen Altersvorsorgen ein Mittel zur Bindung von Personal an das Unternehmen; ein Gesichtspunkt der gerade in der Zeit des Fachkräftemangels zunehmende Bedeutung gewinnen wird.

Bisher ist das Instrument einer betrieblichen Altersversorgung nur in wenigen Planungsbüros vorhanden. Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz hat der Bundesgesetzgeber die Möglichkeiten zur Einführung von Betriebsrenten erweitert und dies mit dem ausdrücklichen Ziel, diese gerade auch für kleinere Unternehmen und ihre Beschäftigten nutzbar zu machen. 

Die betriebliche Altersversorgung bietet viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie sie konkret organisiert werden kann. Der entscheidende Vorteil der Betriebsrente gegenüber privatem Vorsorgen und Sparen liegt darin, dass Betriebsrenten auf kollektiver Basis und damit sehr kostengünstig und effektiv organisiert werden können.

Für die Umsetzung gibt es Beispiele, wie dies in verschiedenen Branchen und Berufsgruppen schon praktisch erfolgt ist. Im Bereich der freien Berufe sind die Steuerberater mit der Gründung der „Pensionskasse der steuerberatenden Berufe VVaG“ zu nennen. Auch im Handwerk haben Beschäftigte über die Schaffung eigener Selbsthilfeeinrichtungen Zugang zu Kollektivverträgen mit günstigen Sonderkonditionen für die Altersvorsorge. Erste Überlegungen, wie Betriebsrenten auch in Planungsbüros verstärkt eingeführt werden könnten, sind von der VAA in einer Klausur erarbeitet worden.

Um der Forderung nach Etablierung von betrieblichen Altersvorsorgemöglichkeiten in Planungsbüros weiteren Nachdruck zu verleihen, wäre es für die VAA von besonderem  Interesse  zu erfahren, in welchen Architektur-, Stadtplanungs-, Landschaftsplanungs- und Innenarchitekturbüros heute schon betriebliche Altersvorsorge vorhanden ist und wie hierbei die praktische Organisation gehandhabt wird. Interessant wäre es aber auch zu erfahren, in welchen Büros hierüber momentan nachgedacht wird oder auch nur, wie groß das Interesse an einer betrieblichen Altersvorsorge für Angestellte in Planungsbüros generell ist. Für die weitere Verfolgung des Themas freut sich die VAA deshalb  über Rückmeldungen an info@vaa-nrw.de oder über unseren Internetauftritt www.vaa-nrw.de.

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FORTBILDUNGSVERPFLICHTUNG BIS INS HOHE ALTER ? FÜR ALLE FACHRICHTUNGEN ?

Bei der Mitgliederversammlung der VAA Anfang April diesen Jahres in Paderborn wurde die Frage der Fortbildungsverpflichtung diskutiert. Festgehalten wurde Folgendes :

Nach § 22 Abs. 2 Ziff.4 Baukammergesetz (BauKG NRW) sind sowohl unsere Kolleginnen und Kollegen als auch wir verpflichtet, sich fortzubilden. 
Die Kammer überprüft, ob einzelne Kolleginnen bzw. Kollegen dieser Verpflichtung nachgekommen sind. Durch einen Zufallsgenerator werden in jedem Jahr 10 % der Kammermitglieder ausgewählt und durch die Kammer abgefragt, ob sie für das vergangene Jahr mindestens 8 Stunden Fortbildung nachweisen können. Diese Fortbildungsmaßnahmen müssen durch die Kammer als inhaltlich geeignet anerkannt sein. Solche Maßnahmen, die durch die Kammer nichtals inhaltlich geeignete Fortbildung zertifiziert sind, werden auch nicht als Nachweis der Fortbildung durch die AKNW anerkannt. Kann dieser Nachweis nicht erbracht werden, so wird gem. § 7 Abs. 2 Fort- und Weiterbildungsordnung die Möglichkeit eingeräumt, die Fortbildung im folgenden Halbjahr  nachzuholen. Sollte dies dann aber wieder nicht geschehen oder liegt ein schwerwiegender Verstoß gegen die Berufspflicht vor, so beantragt die Kammer beim Berufsgericht bei dem Verwaltungsgericht Düsseldorf, den Fall zu untersuchen. Das Gericht kann bei Verstößen gegen die Fortbildungspflicht Verweise und/oder Geldbußen verhängen. In schwerwiegenden Fällen kann aber auch der Ausschluß aus der Architektenkammer verfügt werden.

Warum wird das Verwaltungsgericht Düsseldorf eingeschaltet und nicht etwa das Amtsgericht ?
Weil das Berufsgericht als spezieller Spruchkörper für Disziplinarverfahren beim Verwaltungsgericht Düsseldorf angesiedelt ist. Auf Grund langjähriger Erfahrung haben wir festgestellt, dass die verhängten Bußgelder wesentlich höher als die Kosten der Fortbildungsseminare sind. 

Wann endet die Fortbildungsverpflichtung ? 
Mit dem 66. Geburtstag eines Kammermitgliedes und der Eintragung als “Nicht berufstätiges Mitglied“ bei der Kammer. Beide Voraussetzungen gelten kumulativ. Alle anderen Kammermitglieder, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, müssen sich unabhängig vom Alter fortbilden.

AK Öffentlichkeitsarbeit, JM 

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