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„VAA-on-Tour“ zur Gartenstadt Margarethenhöhe in Essen

 „VAA-on-Tour“ zur Gartenstadt Margarethenhöhe in Essen

 „VAA-on-Tour“ zur Gartenstadt Margarethenhöhe in Essen
 
In diesem Jahr sprechen wir fast ausschließlich über das 100-jährige Bauhaus-Jubiläum! Aber was passierte unmittelbar vorher in der Architektur und im Städtebau?

Wer die im DAB 05/2019 auch mit dieser Fragestellung angekündigte Fachexkursion zur Essener Gartenstadt Margarethenhöhe dann am 25. Mai miterlebt hat, wurde darüber so ausgiebig informiert, dass Dem- / Derjenigen das Gehörte und Gesehene nicht mehr so schnell aus dem Gedächtnis entschwinden dürfte!
 
Das hat vor allem auch mit dem Referenten und Stadtplaner Dr. Ernst Kurz zu tun, der das Auditorium mit einer Fülle von  speziellen, z.T. bislang unbekannten Fakten - auch zu in- und ausländischen Gartenstadtprojekten - sowohl in dem mit Lichtbildern begleiteten Vortrag, als auch bei der anschließenden Führung durch die Siedlung Margarethenhöhe in interessierter Spannung gehalten hat.
 
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen konnten sich vor Ort ein Bild davon machen, wie die Planer ihrer Zeit es geschafft haben, dem enorm gestiegenen Wohnraumbedarf - verursacht durch die massive Zuwanderung im Zuge der Industrialisierung Anfang des letzten Jahrhunderts - im Kontext mit hochwertigem Städtebau zu begegnen.
 
Die Essener Margarethenhöhe, die nach den heute noch gültigen Grundsätzen des Städtebaus realisiert wurde und seinerzeit zu den ersten Bauten der Reformbewegung in der Architektur zählte, bildete u.a. die Voraussetzung für das 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründete und 1925 nach Dessau verlegte Bauhaus mit seiner weltweiten Strahlkraft in Architektur und Design. Die Margarethenhöhe  steht seit 1987 unter Denkmalschutz. Beim gemütlichen Gedankenaustausch in der Nachmittagssonne auf der Margarethenhöhe bei Kaffee und Kuchen waren anerkennende Kommentare von Seiten der Gäste und der VAA - KollegInnen zu hören - und die Empfehlung, wer diese außergewöhnliche Gartenstadt noch nicht besucht hat, diesen Besuch recht bald nachzuholen!                                                

VAA/GP

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VAA-Klausurtagung am Dortmunder Phönixsee

VAA Klausurtagung in Dortmund am Phönixsee

Ende August trafen sich die Mitglieder der VAA am Phönixsee in Dortmund, um hier ihre diesjährige Klausurtagung durchzuführen. Bei strahlendem Sonnenschein begann die Tagung für die aus ganz NRW angereisten Kolleginnen und Kollegen ...

... in der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Hörder Burg, die heute zur Sparkassenakademie gehört, um hier über aktuelle Themen und Zukunftsprojekte zu diskutieren. Bei lebhafter, konstruktiver Diskussion ging es u.a. um Wahlen, Ausschussarbeit, Werbung und kulturelle Aktivitäten, die die VAA für Mitglieder, Freunde und Interessierte regelmäßig durchführt. 

In der Mittagspause wurde im Rahmen der Stadtführung „SeegeflüsterSpaziergang“ über die Industriegeschichte des Ortes und die aktuelle, städtebaulich-architektonische Entwicklung berichtet. Wo noch bis 2001 Stahl verarbeitet wurde, ist in Anbindung an den alten Stadtteil Hörde ein neuer, dicht bebauter, attraktiver Stadtteil am See mit hochwertiger Wohn- und Büronutzung, Gastronomiebetrieben und Freizeitaktivitäten hinzugekommen. Es handelt sich hier um einen Strukturwandel der außergewöhnlichen Art, der Beachtung bei Fachleuten aus aller Welt findet und mitten in der Großstadt ein Refugium für verschiedenste Bedürfnisse der Stadtbewohner bietet. Bei der Führung wurde auch über interessante Details zur Geschichte des alten Hoesch-Industriebetriebes, zur geretteten Thomasbirne und zur Renaturierung der Emscher berichtet. Der See zieht Gäste von nah und fern in seinen Bann – es ist davon auszugehen, dass unsere Teilnehmer bald wieder kommen. 

Am Ende der Klausurtagung war man sich einig, dass es ein in jeder Hinsicht interessanter und gelungener Tag war – ein ergebnisreicher Tag mit kulinarischen und baukulturellen Einlagen und viel Zeit zum persönlichen Austausch.                                                                                              G.B.

  

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VAA-Mitgliederversammlung 2020 in DO

MV 2020 im Baukunstarchiv in Dortmund

Am Samstag, den 08.08.2020 fand im Baukunstarchiv in Dortmund am Ostwall 7 unsere diesjährige Mitgliederversammlung statt, die eigentlich im März stattfinden sollte, aber aufgrund des Corona-Virus verschoben werden musste.

Es sollte der heißeste Tag des Jahres werden, allerdings waren die Temperaturen im Gartensaal gut zu ertragen. Nach Abhandlung der allgemeinen Regularien ...

... und einem gemeinsamen Mittagessen gab es eine Führung durch das Baukunstarchiv. Herr Dipl.-Ing. Markus Lehrmann, Geschäftsführer des Baukunstarchivs und Hauptgeschäftsführer der AKNW führte uns persönlich durch dieses besondere Gebäude und konnte uns viele interessante Details von der Erstellung bis heute schildern.

Anschließend wurde neben weiteren Regularien auch der Werbeauftritt der VAA und die geplanten Aktionen für die Kammer- Wahlen 2020 vorgestellt.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung wurden außerhalb des Gebäudes noch Gruppenfotos gemacht, die unser Vorstandsmitglied, Eric Wollesen, allen Mitgliedern zur Verfügung stellen möchte. Ein Link hierzu findet sich im geschützten Mitgliederbereich.

Alles in allem war es eine gelungene und gut besuchte Veranstaltung.

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VAA on Tour: ABGESAGT - Besichtigung der Wiesenkirche in Soest

Wiesenkirche Soest (Foto E.Wollesen)

Die VAA hatte zu Ihrer Veranstaltung VAA on Tour  im DAB Heft 05/2020 zur Besichtigung der Wiesenkirche in Soest am 27.06.2020 um 14:00h eingeladen. Zahlreiche Interessierte haben sich bereits auf diesen Artikel hin angemeldet.

Leider hat uns der Veranstalter aufgrund der Bestimmungen zur Corona Krise informiert, dass ihm die Durchführung der Veranstalung untersagt wurde.
Die Interessenten wurden bereits informiert. Wir bitten um Verständnis und sind bemüht die Veranstaltung zu einem anderen Zeitpunkt wieder anzubieten.

Ihr Team VAA on Tour

 

Jürgen Meinhard feiert 80-jährigen Geburtstag

Jürgen Meinhard feiert 80-jährigen Geburtstag

Dipl.-Ing. Architekt Jürgen Meinhard zum 80sten die besten Glückwünsche!
Am 18. Mai 2020 feiert der Architekt Jürgen Meinhard seinen 80. Geburtstag. Hierzu überbringt die VAA Vereinigung Angestellter Architekten die herzlichsten Glückwünsche, alles Gute und vor allem Gesundheit!

Und wie war sein Werdegang? Nun, die Liebe zum Bauen entwickelte sich bei Jürgen Meinhard schon sehr früh, denn er hatte Gelegenheit, einem Architekten, der bei ihm zu Hause in Mettmann wohnte und arbeitete, beim Planen und Entwerfen über die Schulter zu schauen. Das motivierte ihn, in den Schulferien auch praktisch tätig zu werden und auf dem Bau zu arbeiten, zum einen, um ein kleines Taschengeld zu verdienen, vor allem aber auch, weil ihm die Arbeit und die Atmosphäre dort gefielen. Somit schien bei ihm die berufliche Richtung vorgegeben: nach dem Abitur im Jahr 1961 absolvierte Jürgen Meinhard weiter verschiedene Praktika auf dem Bau und begann im Jahr 1963 das Hochbaustudium an der damaligen, staatlichen Ingenieurschule in Wuppertal, wo er im Jahr 1966 auch seinen Abschluss machte.
Und dann kamen die ersten Stationen im Berufsleben, die er in freien Büros verbrachte: er startete mit einer dreijährigen Tätigkeit bei dem Wuppertaler Architekten und Eiermann-Schüler Heinz Kisler, gefolgt von vier Jahren im Büro von Prof. Willi Balzer, Wuppertal, wo zu der Zeit jeder Auftrag aus einem gewonnenen Wettbewerb hervorging. Daran schloss sich eine dreijährige Tätigkeit bei Eberhard Ludwig in Düsseldorf im Bereich Wohnungsbau an. Während seiner Tätigkeit in den freien Büros konnte er an zahlreichen, größeren Projekten mitwirken, wie z.B. dem Concordia-Gebäude, Wuppertal oder das Altenheim in Homberg/Niederrhein, was er insgesamt als großes Glück empfand. Der Architekt Jürgen Meinhard war immer wieder - und ist es noch heute - fasziniert, zu erleben, wie das entsteht, was er sich als Planer und Architekt ausgedacht hatte – sei es im großen wie im kleinen Maßstab, im Detail oder im Entwurf ganzer Baukörper oder Siedlungen. Dann auch zu erleben, wie die eigenen Ideen und Visionen nicht mehr selber umgesetzt, sondern Handwerkern übergeben werden, die gegebenenfalls eigene Erfahrungen mit einbringen, es so zu einer fruchtbaren Diskussion kommt und die eigenen Vorstellungen perfektioniert werden - er empfand diesen Prozess als ständigen, kreativen Austausch mit dem Machbaren. Infolge der Krisenzeit im Baugewerbe in den Jahren 1974/75 war er froh, im Jahr 1976 eine Anstellung bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde in Mettmann zu finden, wo er später auch die Leitung - ergänzt um die Untere Denkmalbehörde – übernahm und dort bis 2003 für 27 Jahre tätig war.
Da Dipl.-Ing. Jürgen Meinhard das Berufsbild des Architekten immer viel bedeutete, brauchten die ehemaligen Kollegen Ernst-August Greef und Hans Zimmermann nur wenig Überzeugungsarbeit, um ihn für die damalige Liste “Angestellte Architekten“ – unsere heutige VAA Vereinigung Angestellter Architekten - zu gewinnen und für die 2. VVS Vertreterversammlung der AKNW im Jahr 1976 zu kandidieren. Zwar reichte die Stimmenzahl bei dieser Wahl noch nicht, wohl aber bei der nächsten Wahl zur 3. VVS. So wurde er am 14. März 1980 erstmalig gewählt. Seither – also über 40 Jahre – gehört er nun der VVS an.
Viele Jahre arbeitete er im Ausschuss “Planen und Bauen“ der AKNW, wobei er insbesondere an diversen Änderungen der Landesbauordnung mitwirkte. Das Arbeitsfeld innerhalb der AKNW hat sich aus seiner heutigen Sicht in den letzten 40 Jahren inhaltlich stark erweitert, so dass einige der ehrenamtlich tätigen Kolleginnen und Kollegen heute einen full-time-Job mit ihrem Ehrenamt erledigen. Trotzdem haben ihm die Verbandsarbeit in unserer VAA und die Aktivitäten in den Gremien der AKNW viel Freude gemacht - und werden es auch weiterhin tun. Denn die Arbeit in den Verbänden findet er sehr wichtig. Architekten/Architektinnen und Planer/Planerinnen vertreten nach außen hin zwar gleiche Interessen, in der Kammer gibt es jedoch auch divergierende Meinungen der verschiedenen Gruppen und Verbände, die ausdiskutiert werden müssen. Die Thematik, mit der sich
die Kammer mittlerweile beschäftigt, hat sich vom bautechnischen Bereich in den formellen, rechtlichen Bereich mit unendlich viel Lobbyarbeit verschoben. Wenn man erfährt, in wie viele Gremien, Arbeitsgruppen und Aktionsbündnisse die Kammer ihre Mitglieder entsenden muss, dann ist das nach seinem Eindruck nicht mehr allein durch Ehrenamtler zu schaffen. Für jedes noch so kleine Spezialgebiet wird ein eigenes Gremium gebildet! Aber auch in diesen Gremien muss die Kammer Vertreter entsenden, damit dort keine Entscheidungen getroffen oder Vorschriften beschlossen werden, die das Bauen unnötig weiter verkomplizieren und erschweren.
Auch wenn Jürgen Meinhard in der Unteren Bauaufsichtsbehörde 27 Jahre lang die Bauwünsche anderer geprüft hat, gehörte sein Herz doch weiterhin dem Beruf des Architekten an und er würde ihn heute wieder wählen. Sein Rat an die nächste Generation: gleichgültig, ob eine junge Kollegin/ein junger Kollege die berufliche Zukunft als Architekt/Architektin, Prüfer/Prüferin bei der Bauaufsicht oder als Stadtplaner/Stadtplanerin sieht, sollte er oder sie immer eine längere Zeit auf einer Baustelle die Praxis kennenlernen. Das hilft bei der Umsetzung der Ideen und schafft Verständnis für das Machbare vor Ort. Und nebenher sollten sie natürlich das berufspolitische Engagement als weiterer Grundpfeiler eines sinnerfüllten Berufslebens nicht vergessen! G.B.

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Normenonlineportal Architektur – Preissenkung durch sinkende Mehrwertsteuersätze ab 01.01.2020

Die Bundesarchitektenkammer veröffentlicht auf mehrfache Nachfragen die folgende Mitteilung: Durch die Senkung der Mehrwertsteuersätze für digitale Produkte von 19% auf 7% sind auch die Preise für die Nutzung des Normenportals Architektur gesunken. Der Beuth Verlag gibt die Mehrwertsteuersenkung an seine Kunden weiter, so dass sich folgende Preise ergeben:

NOP Einzelplatz-Lizenz 269,75 Euro inkl. 7% MwSt. – vorher 294,00 Euro inkl. 19% MwSt.  
NOP Firmenlizenz 683,37 Euro inkl. 7% MwSt. – vorher 740,00 Euro inkl. 19% MwSt.

VOB-Modul Einzelplatz-Lizenz 34,17 Euro inkl. 7% Mwst. – vorher 35,00 Euro inkl. 19% MwSt.
VOB-Modul Firmenlizenz 95,32 Euro inkl. 7% MwSt. – vorher 98,00 Euro inkl. 19% MwSt.

Dies zur Information und falls es dazu bei Ihnen Mitgliederanfragen gibt.  

Eine Information der BAK

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Die VAA und das Jahr 2020

Die VAA und das Jahr 2020

Hand aufs Herz, sind wir nicht mal wieder überrascht wie schnell das vergangene Jahr verflogen ist, obwohl wir die Flugroute und die Geschwindigkeit selbst in der Hand hatten.

Wir haben Rückschau gehalten und festgestellt, das vergangene Jahr war für die Vereinigung Angestellter Architekten ein überwiegend erfreuliches und konnte mit positiven Erinnerungen beendet werden.

Wir haben uns nun die Frage gestellt, wo wollen wir im neuen Jahr hin. In der Planschmiede sind wir uns sicher, es bedarf weiterhin ein besonderes Engagement in dem von uns ausführenden berufspolitischen Ehrenamt, dessen Ziel der hierzu wünschenswerten entsprechenden Arbeitsfreistellung wir weiter verfolgen werden.

Wir sind uns sicher, es wird ein aufregendes und spannendes Jahr mit den Kommunalwahlen im September sowie die Wahl unserer AKNW-Vertreterversammlung im Dezember. Schöpfen wir Kraft für die Umsetzung unserer Ziele und legen wir damit das Fundament diese mit Zuversicht realisieren zu können. Gehen wir gestärkt in dieses Jahr und lassen uns einfangen vom Impuls der Begeisterung für unsere unerlässliche berufspolitische Arbeit.

Mit diesen Gedanken wünschen wir allen aktuellen und zukünftigen Mitgliedern sowie Wählern und Wählerinnen einen guten Start in das neue Jahr. Mögen uns Zuversicht, gegenseitiges Vertrauen und Optimismus begleiten und uns Mut und Schwung geben, so dass wir am Ende voller Freude und Stolz auf 2020 zurückblicken können.

VAA/K.B.

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Josef Mergen verstorben

Josef Mergen

Mit Bestürzung mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass unser allseits geschätztes VAA-Mitglied, Stadtbauamtsrat a.D. Josef Mergen, friedlich, jedoch plötzlich und unerwartet im Alter von 67 Jahren verstorben ist.

Josef Mergen ist am 11.02.1998 in die Vereinigung Angestellter Architekten VAA eingetreten und war somit über 21 Jahre unserem Berufsverband mit der entsprechenden Erfahrung zugehörig. In die Vertreterversammlung der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen wurde Josef Mergen am 21.08.2013 gewählt und 2015 für eine weitere Wahlperiode von 5 Jahren bestätigt. Besonders hervorzuheben war seine ruhige und sachliche Art in der Mitarbeit in der VAA, welche allseits überaus geschätzt wurde und hierdurch auch entsprechende Freundschaften entstehen konnten. Der Tod von Josef Mergen hat in der VAA eine Lücke hinterlassen, die nur schwerlich zu schliessen ist. Wir werden Josef Mergen und besonders seine Menschlichkeit sehr vermissen und in guter Erinnerung behalten. Wir wünschen seiner Frau sowie seiner Familie entsprechende Kraft in dieser besonders schweren Zeit.

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Mitgliederversammlung 2019

Zur diesjährigen Mitgliederversammlung trafen sich die Kolleginnen und Kollegen der VAA am 6. April in Paderborn. Traditionell findet die Mitgliederversammlung der VAA jährlich wechselnd im westfälischen oder rheinischen Teil des Landes statt. Dieses Jahr trafen wir uns im östlicheren Landesteil in Paderborn.

Rund 40 Mitglieder, darunter auch erfreulicherweise mehrere neue Mitglieder kamen in das „Heinz Nixdorf Museums Forum“. Auf dem Gelände der Firma Nixdorf sind mittlerweile eine Fachhochschule und das Nixdorf Museum heimisch. Der Tagungsort bot so auch die Chance, das Nixdorf Museum und den Campus zu besichtigen. Von den ehemals bis zu 17.000 Nixdorf Arbeitsplätzen in Paderborn sind derzeit allerdings nur noch rund ein Zehntel der ehemaligen Arbeitsplätze bei der Firma Nixdorf, die nach einem Zusammenschluss mit einem amerikanischen Unternehmen nunmehr unter dem Namen DieboldNixdorf firmiert, vorhanden. So ist das Gelände auch ein Beispiel für eine notwendige Konversion, die wie Gespräche zeigten, aber durchaus noch nicht abgeschlossen ist.
Die Führung durch das nach eigenen Angaben „größte Computermuseum der Welt“ vermittelte intensive Einblicke in die Entwicklung der Computerbranche und machte Lust, den Besuch mit etwas mehr Zeit zu wiederholen.

Bei den Beratungen lag besonderes Augenmerk auf den Berichten und Aussprachen über die Tätigkeiten in den Gremien der AKNW. Dank der Mitarbeit vieler Kolleginnen und Kollegen ist die VAA in allen Gremien der AKNW vertreten.

Freistellung in Baukammergesetz aufnehmen

Um diese Mitarbeit auch abzusichern, setzt sich die VAA dafür ein, dass eine Verpflichtung des Arbeitgebers zur Freistellung von Kolleginnen und Kollegen für Beratungen der Gremien der Architektenkammer in das in Änderung befindliche Baukammergesetz NRW aufgenommen wird. Bisher gibt es eine solche Regelung im Baukammergesetz nicht, was im Einzelfall dazu führt, dass Arbeitgeber die Mitarbeit angestellter Architektinnen und Architekten in Kammergremien nicht unterstützen oder gar verhindern. Um die Aufnahme einer entsprechenden Regelung in das Kammergesetz zu erreichen wurden vom Vorstand intensive Gespräche mit den politischen Vertretern im Landtag geführt.

Mitgliedschaft im Versorgungswerk sichern

Der Erfahrungsaustausch zu diesem Thema zeigte deutlich, dass die Frage der Zugehörigkeit zum Versorgungswerk bzw. die Befreiung von der Deutschen Rentenversicherung immer eine individuelle Beurteilung der jeweilig ausgeübten Berufstätigkeit beinhaltet. Die VAA steht hier allen Kolleginnen und Kollegen bei Fragen zur Mitgliedschaft im Versorgungswerk jederzeit beratend zur Seite.

Weitere Informationen zu den Berichten aus den Ausschüssen sind in den internen Seiten auf der Homepage der VAA einzusehen.

Nach den Berichten des Schatzmeisters und der Kassenprüfer wurde dann der Vorstand einstimmig entlastet.

Ausblick auf die Kammerwahl 2020

Da bei der Kammerwahl im nächsten Jahr einige Kolleginnen und Kollegen altersbedingt nicht erneut kandidieren möchten, bietet die VAA sowohl erfahrenen als auch jungen Kolleginnen und Kollegen aus den Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung vielfältige Möglichkeiten zu berufspolitischem Engagement. Die hierbei gewonnen Erfahrungen und geknüpften persönlichen Kontakte, das wurde von den Kolleginnen und Kollegen bei der Mitgliederversammlung betont, wiegen den zeitlichen Aufwand allemal auf.
Abschließend fand der Vorschlag des Vorstandes, die nächste Mitgliederversammlung im Baukunstarchiv in Dortmund stattfinden zu lassen, breiten Zuspruch. Sie findet dort nun am 28.März 2020 statt.

MK.19.05.19

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Hat das Ehrenamt von Angestellten und Beamten in unserer Kammer noch eine Zukunft?

Vertreterversammlung 2018 in Münster

Hat das Ehrenamt von Angestellten und Beamten in unserer Kammer noch eine Zukunft?

Unsere Architektenkammer besteht einerseits aus der Verwaltung  und andererseits aus Architekten/innen, Innenarchitekten/innen, Landschaftsarchitekten/innen und Stadtplanern/innen, welche im Turnus von 5 Jahren in die Vertreterversammlung, besser Architektenparlament, gewählt werden. Dies stellt eine Organisationsform dar, ähnlich denen der Kommunen, Verwaltung und Politiker.Die derzeit gewählten 201 Kollegen und Kolleginnen erhalten für ihre Arbeit und den hiermit verbundenen Zeitaufwand eine Aufwandsentschädigung im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit.

Das Ehrenamt ist so strukturiert, das dies neben der hauptberuflichen Tätigkeit ohne Probleme ausgeführt werden sollte. Eine Vertreterversammlung findet einmal jährlich statt und ist mit maximal 2 Tagen an einem Wochenende überschaubar und auch leistbar.

Für Kollegen und Kolleginnen welche sich darüber hinaus in Ausschüssen und sonstigen Gremien der Kammer aktiv einbringen sieht dies schon anders aus. Zu den Sitzungszeiten ist der Zeitaufwand der An- und Abreise hinzuzurechnen, welcher teilweise nicht unbedeutend ist. So haben einige in der Kammer ehrenamtlich tätige Kollegen und Kolleginnen Probleme mit dem erforderlichen Zeitaufwand in Verbindung mit ihrem ausgeübten Beruf. Für Selbständige, Rentner und Pensionäre in der Regel machbar, jedoch für berufstätig Angestellte?

In den Ausschüssen und Gremien der Architektenkammer ist der Sachverstand, auch von Angestellten und Beamten, sinnvoll und zwingend erforderlich, da nur diese Personengruppe ihre Interessen entsprechend vertreten können.

Und was hat die zuvor beschriebene Problematik für Auswirkungen? Die Antwort ist, obwohl die überwiegende Mehrheit der Kammermitglieder angestellt oder beamtet ist sind diese in der Kammerarbeit und in der Vertretung spezifisch berufspolitischer Interessen unterpräsentiert.

Daher fordert die VAA eine gesetzliche Regelung der Freistellung für berufspolitische Tätigkeit ähnlich der Vorgaben in der Gemeindeordnung NRW. Letztendlich ist die Architektenkammer nicht ein Verein sondern eine Institution öffentlichen Rechts.

Warum es sich trotzdem lohnt ein Ehrenamt zu ergreifen, wird Ihnen die VAA in einer der nächsten Ausgaben des DAB berichten.

J.M. / Foto: D.S.

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